Klimawandel verursacht jährlich bis zu 8,8 Mrd. Euro Schaden bis 2050

Neue Studie zu wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels

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Wien, 15. Jänner 2015 - Österreichs Volkswirtschaft wird bis 2050 Schäden, die durch den Klimawandel verursacht werden, in Höhe von bis zu 8,8 Mrd. Euro jährlich zu verkraften haben. Das besagt die im Auftrag des Umweltministeriums und des Klima- und Energiefonds erstellte weltweit erste Studie in dieser Breite zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels "COIN - Cost of Inaction: Assessing the Costs of Climate Change for Austria". Kommen extreme Wetterereignisse hinzu - wie z.B. ein Jahrhunderthochwasser - können diese bis Ende des Jahrhunderts sogar um weitere 41 Mrd. Euro allein im Gebäudesektor ansteigen. An der Studie haben auch ExpertInnen des Umweltbundesamts mitgearbeitet.

 

Von den Auswirkungen des Klimawandels sind praktisch alle Bereiche betroffen, besonders die menschliche Gesundheit, Energiewirtschaft, Forst- und Landwirtschaft, Tourismus, aber auch Verkehrsinfrastruktur und Gebäude.

Die Szenarien wurden unter der Annahme berechnet, dass die globale Erwärmung 2050 die 2-Grad-Grenze nicht überschreitet.

 

Über die Studie

COIN ist ein interdisziplinäres Projekt der Universität Graz mit 42 ForscherInnen aus 18 Forschungsgruppen aus ganz Europa. Untersucht wurden zwölf Schlüsselbereiche, die sich mit denen der österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel decken. 

 

Weitere Informationen
Ingeborg Zechmann, Pressesprecherin Umweltbundesamt, 01/313045413