Internationale Bodenwissenschaften richten permanenten Sitz in Wien ein

Netzwerk b5 unter Umweltbundesamt-Leitung übernimmt Sekretariat

(Wien, 26.2.2015) Die IUSS (International Union of Soil Sciences), die globale Dachorganisation der nationalen bodenkundlichen Gesellschaften mit mehr als 20.000 Mitgliedern – WissenschafterInnen aus 70 Staaten – hat ab 2015, dem internationalen Jahr des Bodens, ihren dauerhaften Sitz in Wien.

 

Das Management des Sekretariates übernimmt das Netzwerk b5 Corporate Soil Competence unter der Leitung von Sigbert Huber, Leiter der Boden-Abteilung im Umweltbundesamt. „Die Übertragung des Sekretariats an das b5 Netzwerk ist eine große Anerkennung für die Kompetenz unserer Forschung. Wir sind nun Drehscheibe und Anlaufstelle für die internationalen Bodenwissenschaften“, freut sich der neue IUSS-Sekretär. Insbesondere der Zusammenhang zwischen dem Kohlenstoffhaushalt von Böden und dem Klimawandel, der Beitrag von Bodenlebewesen zur Bodenqualität und Fragen zur Rolle des Bodens für den Wasserhaushalt sind die wissenschaftlichen Themen, denen sich die Boden-ExpertInnen stellen. Der wissenschaftliche Austausch unter den Mitgliedern, Bewusstseinsbildung für das Thema Boden und die Förderung aller Disziplinen der Bodenforschung sind Schwerpunkte der Arbeit in der IUSS.

 

Netzwerk b5- kompetente Boden-Partner

Für eine nachhaltige Bodennutzung und -bewirtschaftung ist die Untersuchung und Bewertung von Böden und ihrer Funktionen notwendig. Diese Aufgabe steht seit 2005 im Mittelpunkt der Arbeiten des Netzwerks b5-Corporate Soil Competence mit den Mitgliedern Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), Bundesamt für Wasserwirtschaft (BAW), Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW), der Universität für Bodenkultur (BOKU) und dem Umweltbundesamt. Insbesondere Themen wie Ernährungssicherheit und Bodengesundheit, Bodenprozesse und Wechselbeziehungen zu Pflanzen und Mikroorganismen, Bodenhydrologie und Bodenphysik, Wald und Naturgefahren sowie Umweltinformation und Bodenschutz werden im Netzwerk behandelt.

 

Weitere Informationen

Sabine Enzinger, Pressestelle Umweltbundesamt, T: 01/31304-5488