Erste Ozonbilanz

3 Überschreitungen der Alarmschwelle im 1. Halbjahr 2015

© Symbolbild

Wien, 29. Juli 2015 – Mehrere Hitzeperioden, fehlender Regen und niedrige Windgeschwindigkeiten sorgten in den vergangenen Wochen in Österreich für erhöhte Ozonkonzentrationen. Seit Beginn des Sommers wurden die Alarmschwelle an einem und die Informationsschwelle an sieben Tagen überschritten. Die Alarmschwelle mit einer Konzentration von 240 µg/m3 wurde am 7. Juli an den Messstellen Klosterneuburg, Tulln und Wien überschritten. Die höchste Konzentration lag bei 260 µg/m³ am Hermannskogel in Wien.

 

Werte über 180 µg/m³, der Informationsschwelle für Ozon, wurden an 27 Messstellen verzeichnet. „Mit den Temperaturen steigt die Gefahr erhöhter Ozonkonzentrationen. Wie stark die Ozonwerte steigen, hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel von der Windgeschwindigkeit, der Sonneneinstrahlung, den Emissionen der Ozonvorläufersubstanzen und dem Auftreten stabiler Hochdruckwetterlagen“, erklärt Umweltbundesamt-Experte Jürgen Schneider. „Um der Ozonbildung langfristig entgegen zu wirken, braucht es eine Reduktion der Ozonvorläufersubstanzen, der Stickoxide und der flüchtigen organischen Verbindungen.“

Aktueller Ozonbericht

 

Das Umweltbundesamt bietet auf seiner Website in Form einer österreichweiten Ozonkarte einen Überblick über die aktuelle Belastungssituation. In den grünen, gelben und orangen Bereichen der Karte liegen die Ozonwerte unter der Informationsschwelle und sind unbedenklich für die Gesundheit. In den roten Bereichen wurde die Informationsschwelle überschritten und nähert sich der Alarmschwelle. Besonders empfindliche Personen sollten in dem Fall ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, vor allem zu Mittag oder am frühen Nachmittag, vermeiden.

 

Zusätzlich können die stündlich aktualisierten Messwerte der einzelnen Messstellen und die Gesamtanzahl der seit 1. Jänner 2015 aufgetretenen Überschreitungen der Ozon-Schwellenwerte auf der Umweltbundesamt-Website abgerufen werden.

 

Ozonbelastung

 

Eine hohe Ozonbelastung betrifft vor allem Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens sowie Asthmakranke. Wird die Informationsschwelle überschritten, sind ein Spaziergang, Baden oder ein Picknick auch für empfindliche Personen unbedenklich. Steigen die Ozonwerte jedoch weiter und erreichen die Alarmschwelle, sollten ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, vor allem zu Mittag und am frühen Nachmittag, vermieden werden.

 

Weitere Informationen:
Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, 01/313 04-5432