Umweltbundesamt-Partner aus dem Westbalkan zu Gast in Wien

Österreichische ExpertInnen unterstützen auf dem Weg in die Europäische Union

© Umweltbundesamt/B. Gröger

Wien, 25. September 2015 – Erst vor wenigen Tagen trafen die Leiterinnen und Leiter sowie hochrangige VertreterInnen der Umweltagenturen und Umweltministerien in den Westbalkan-Staaten in Wien zusammen. Zweck des Treffends war, sich über den Fortschritt bei der Anpassung an die EU-Umweltstandards auszutauschen und die nächsten Schritte der Zusammenarbeit auf dem Weg zum EU-Beitritt zu diskutieren. Gastgeber war das Umweltbundesamt, das die Westbalkan-Staaten seit über zehn Jahren bei der Umsetzung des Gemeinschaftsrechts im Umweltbereich und beim Verwaltungsaufbau unterstützt. „Das Treffen ist ein wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Region“, erklärt Georg Rebernig, Geschäftsführer im Umweltbundesamt. „Für sie ist es außen-, wirtschafts- und umweltpolitisch wichtig, einen gemeinsamen Weg für die Annäherung und den Beitritt zur EU zu finden. Wir unterstützen unsere Partner dabei, indem wir Brücken zwischen den Institutionen bauen und letztlich zu einer höheren Umweltqualität in ganz Europa beitragen.“ Fortsetzung folgt schon nächste Woche: Wenn Serbiens Umweltministerin Snezana Bogosavljević-Bošković zu einem bilateralen Treffen mit Umweltminister Andrä Rupprechter nach Österreich kommt, um sich u.a über Abfallprojekte zu informieren, steht auch ein Treffen mit Umweltbundesamt-Geschäftsführer Georg Rebernig auf dem Programm.  

 

Umwelt-Partner aus dem Westbalkan zu Gast

 

An dem Treffen in Wien nahmen hochrangige ExpertInnen aus Serbien, Bosnien-Herzegovina, Kosovo, Montenegro, Mazedonien, Albanien sowie Kroatien und der Slowakei teil. Sie tauschten sich mit den ExpertInnen des Umweltbundesamtes und dem Westbalkan-Koordinator der Europäischen Umweltagentur  darüber aus, welche Anforderungen im Umweltmonitoring, bei der Datenqualität und im Reporting noch erfüllt werden müssen und wie sie, unterstützt von der EU, in Zeiten knapper Budgets effizient zusammenarbeiten können. Weitere Themen waren erfolgreiche Projekte des Umweltbundesamtes mit europäischen Umweltagenturen und aktuelle Verwaltungspartnerschaften mit Beitrittskandidaten und künftigen Beitrittsländern.

Umweltbundesamt: Bewährter Partner auf dem Westbalkan

 

Das Umweltbundesamt ist seit dem Jahr 2004 auf dem Westbalkan aktiv. Derzeit arbeiten die österreichischen ExpertInnen im Rahmen von Verwaltungspartnerschaften, so genannten Twinnings, intensiv mit Institutionen in Kroatien, Mazedonien, Serbien zusammen. Georg Rebernig betont den Mehrwert, den die Verwaltungspartnerschaften mit den neuen bzw. künftigen EU-Mitgliedsstaaten bringen: "Wir knüpfen in unseren Projekten langfristige Partnerschaften, die bilaterale Kontakte über das Twinning-Projekt hinaus stärken und wichtige Verbindungen für Politik und Wirtschaft schaffen. Dadurch leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz im Westbalkan."

 

Das Umweltbundesamt in Kürze

 

Das Umweltbundesamt, Österreichs führende ExpertInnen-Einrichtung für Umweltthemen, feiert im Jahr 2015 sein 30jähriges Bestehen. Mit über 450 MitarbeiterInnen aus 55 wissenschaftlichen Disziplinen zählt es heute zu den größten Arbeitgebern Österreichs im Umweltbereich. In seiner 30jährigen Geschichte hat das Unternehmen mit seiner Expertise Umweltschutz und -kontrolle in Österreich und Europa entscheidend mitgestaltet. Das Umweltbundesamt entwickelt Strategien und Lösungen für EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft um Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit oder der Energiewende zu begegnen. International ist das Umweltbundesamt in über 200 Netzwerken und Gremien aktiv und berät unter anderem das Europäische Parlament und die EU-Kommission.

 

Rückfragehinweis:
Ingeborg Zechmann,  Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/31304-5413