Umweltbundesamt unterstützt Mazedonien bei Emissionsreduktion von Industrieanlagen

Österreichische ExpertInnen-Einrichtung in zwei weiteren Projekten auf dem Westbalkan aktiv

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Wien, 19. Oktober 2015 – Das Umweltbundesamt leitet seit Oktober ein neues Projekt in Mazedonien. Ziel ist, die Umweltbehörden in dem Westbalkan-Staat dabei zu unterstützen, die Industrieemissionsrichtlinie der Europäischen Union in nationales Recht umzusetzen. Die Richtlinie ersetzt sieben alte Richtlinien für Industrieanlagen und sieht verbindlichere Anforderungen für deren umweltgerechten Betrieb vor, als sie bisher in der EU gefordert waren. "Mazedonien zeigt mit dem neuen Projekt seinen klaren Willen zur rechtlichen Umsetzung der europäischen Umweltstandards für die Industrie. Wir unterstützen unsere mazedonischen Partner dabei mit unserem Know-how und unserer Erfahrung bei der Kontrolle und Reduktion von Umweltschadstoffen“ freut sich Georg Rebernig, Geschäftsführer im Umweltbundesamt über das wegweisende Projekt. In den nächsten 15 Monaten analysieren die Umweltbundesamt-ExpertInnen gemeinsam mit den mazedonischen Behörden die nationalen Gesetze und entwickeln Vorschläge, wie die Richtlinie gesetzlich verankert werden kann. Damit diese Vorschläge auch in die Praxis umgesetzt werden können, stehen mehrere Trainings mit den ExpertInnen vor Ort auf dem Programm.

 

Parallel dazu beteiligt sich das Umweltbundesamt gemeinsam mit anderen Partnern an einem weiteren Projekt in Mazedonien:  Die Aufgabe der österreichischen ExpertInnen in Zusammenarbeit mit dem mazedonischen Umweltministerium besteht seit September 2015 darin, bei der Erstellung einer EU-konformen Emissionsinventur zu unterstützen.

Perspektiven für Südosteuropa und mehr: 112 Projekte, 26 Länder

 

Das Umweltbundesamt ist die führende österreichische ExpertInnen-Einrichtung für alle Umweltthemen und -medien und mit mehr als 100 Einzelprojekten in 26 Ländern in Ost-, Südosteuropa und in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Das Unternehmen baut national und international Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und entwickelt Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in Österreich, Europa und darüber hinaus. Durch Verwaltungspartnerschaften – so genannte Twinnings – unterstützt das Umweltbundesamt seit 1999 die mittel- und südosteuropäischen Behörden in wesentlichen Umweltfragen beim Institutionsaufbau und bei der Umsetzung des EU-Rechts; die finanziellen Mittel dafür kommen von der EU.

 

Das Umweltbundesamt in Kürze

 

Das Umweltbundesamt, Österreichs führende ExpertInnen-Einrichtung für Umweltthemen, feiert im Jahr 2015 sein 30jähriges Bestehen. Mit über 450 MitarbeiterInnen aus 55 wissenschaftlichen Disziplinen zählt es heute zu den größten Arbeitgebern Österreichs im Umweltbereich. In seiner 30jährigen Geschichte hat das Unternehmen mit seiner Expertise Umweltschutz und -kontrolle in Österreich und Europa entscheidend mitgestaltet. Das Umweltbundesamt entwickelt Strategien und Lösungen für EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft um Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit oder der Energiewende zu begegnen. International ist das Umweltbundesamt in über 200 Netzwerken und Gremien aktiv und berät unter anderem das Europäische Parlament und die EU-Kommission.

 

Weitere Informationen:
Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: +43-(0)1-313 04-5432