Neuer Standort für Luftschadstoff-Ringversuche im Umweltbundesamt

Ringversuch für gasförmige Luftschadstoffe von 30. November bis 4. Dezember 2015

© Umweltbundesamt/M. Fröhlich

Wien, 2. Dezember 2015 – Das Umweltbundesamt bietet den BetreiberInnen von Luftgütemessnetzen in Österreich einmal pro Jahr die Gelegenheit, die Messgenauigkeit ihrer Anlagen in Ringversuchen zu überprüfen. Für diesen Test kommt die landesweit einzige Ringversuchsanlage für gasförmige Luftschadstoffe zum Einsatz. Das Umweltbundesamt betreibt die Ringversuchsanlage ab sofort an einem neuen Standort am Handelskai 102-112 im 20. Wiener Gemeindebezirk. Beim ersten Ringversuch in den neuen, erweiterten Räumlichkeiten vom 30. November bis zum 4. Dezember 2015 messen die BetreiberInnen über mehrere Tage verschiedene Konzentrationen von Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid und Ozon in verschiedenen Gasmischungen. Die Ergebnisse werden mit den Referenzwerten des Umweltbundesamt abgeglichen und geben Auskunft hinsichtlich Übereinstimmung und Genauigkeit der Messungen. Die Ergebnisse  werden als Report auf der Umweltbundesamt-Website veröffentlicht.

© Umweltbundesamt/M. Fröhlich

Die Ringversuchsanlage steht zusätzlich zu den BetreiberInnen von Luftgütemessnetzen auch Messgeräte-HerstellerInnen, ZivilingenieurInnen und Labors für Immissionsmessungen zur Verfügung. Auch an Firmen und Institutionen in den Nachbarländern und Beitrittskandidatenländern der EU richtet sich das Umweltbundesamt mit seinem Angebot.

Luftgütemessung in Österreich

 

Derzeit sind in ganz Österreich rund 150 Messstellen für die Luftgütemessung in Betrieb. Diese werden von den Bundesländern betrieben. Das Umweltbundesamt führt das österreichische Hintergrundmessnetz mit derzeit acht Messstellen. Die Daten, die über diese Messnetze gesammelt werden, liefern wertvolle Informationen über die Schadstoffbelastung der Luft in Österreich.

 

Einheitliche Standards für die Erhebungen sind dafür genauso notwendig wie verlässliche Messungen und ihre kontinuierliche Qualitätssicherung. Das Kalibrierlabor im Umweltbundesamt ist seit dem Jahr 2000 nationales EU-Referenzlabor für Luftschadstoffe und seit 2009 akkreditierte Kalibrierstelle. Durch internationale Vergleichsmessungen werden die im Labor verwendeten Methoden und Verfahren regelmäßig verifiziert und durch die Teilnahme an internationalen Ringversuchen Kompetenz und Qualität nachgewiesen.

Das Umweltbundesamt in Kürze

 

Das Umweltbundesamt, Österreichs führende ExpertInnen-Einrichtung für Umweltthemen, feiert im Jahr 2015 sein 30jähriges Bestehen. Mit über 450 MitarbeiterInnen aus 55 wissenschaftlichen Disziplinen zählt es heute zu den größten Arbeitgebern Österreichs im Umweltbereich. In seiner 30jährigen Geschichte hat das Unternehmen mit seiner Expertise Umweltschutz und -kontrolle in Österreich und Europa entscheidend mitgestaltet. Das Umweltbundesamt entwickelt Strategien und Lösungen für EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft um Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit oder der Energiewende zu begegnen. International ist das Umweltbundesamt in über 200 Netzwerken und Gremien aktiv und berät unter anderem das Europäische Parlament und die EU-Kommission.

 

Weitere Informationen:
Sabine Enzinger, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5488