Auftakt für Abfallprojekt in Serbien

© Vedrana Ilic (serbisches Ministerkabinett) v.l.n.r.: Snezana Boskovic Bogosavljević, Monika Mörth, Georg Rebernig, Wolfgang Wagner, Oskar Benedikt

Wien, 18. Mai 2015 – Am 15. Mai startete das Umweltbundesamt in Belgrad eine neue Verwaltungspartnerschaft mit den serbischen Umweltbehörden. Im Mittelpunkt des zwei Jahre dauernden Projekts steht das Management gefährlicher Abfälle. „Der Aufbau eines funktionierenden Abfallwirtschaftssystems, vor allem für gefährliche Abfälle, ist kostenintensiv, erfordert viel Zeit und administrative Ressourcen. Gleichzeitig ist er aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes unerlässlich. Durch die Zusammenarbeit mit dem serbischen Umweltministerium stärken wir die Verwaltung vor Ort, damit sie dieses System erfolgreich etablieren und die erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen kann“, erklärte Georg Rebernig, Geschäftsführer im Umweltbundesamt, beim Projektauftakt. An der Auftaktveranstaltung im Belgrader Parlamentsclub nahmen zahlreiche VertreterInnen nationaler und internationaler Institutionen teil – darunter die serbische Umweltministerin Snezana Boskovic Bogosavljević, die Umwelt-Staatssekretärin Stana Bozovic, Serbiens EU-Chefverhandlerin, Tanja Miscevic, der stellvertretende Leiter der EU-Delegation in Serbien, Oskar Benedikt, der stellvertretende österreichische Botschafter in Serbien, Wolfgang Wagner, und Monika Mörth als Vertreterin des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit

 

In den nächsten zwei Jahren evaluieren die österreichischen ExpertInnen gemeinsam mit den serbischen Behörden bestehende serbische Regelwerke im Abfallbereich im Hinblick auf geltendes EU-Recht. Darüber hinaus entwickeln sie eine Strategie, wie Maßnahmen, die für ein integriertes Management gefährlicher Abfälle erforderlich sind, in Serbien umgesetzt werden können. Für bestimmte gefährliche Abfälle, wie Altfahrzeuge und Elektroaltgeräte werden spezifische Abfallwirtschaftspläne erarbeitet. In Trainings und Seminaren wird das Know-how der involvierten Institutionen – wie lokale und regionale Behörden – über die Bewirtschaftung gefährlicher Abfälle verbessert.

Perspektiven für Südosteuropa und mehr: 111 Projekte, 26 Länder

 

Das Umweltbundesamt ist die führende österreichische ExpertInnen-Einrichtung für alle Umweltthemen und -medien und mit mehr als 100 Einzelprojekten in 26 Ländern in Ost-, Südosteuropa und in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Das Unternehmen baut national und international Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und entwickelt Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in Österreich und Europa. Durch Verwaltungspartnerschaften – so genannte Twinnings – unterstützt das Umweltbundesamt seit 1999 die mittel- und südosteuropäischen Behörden in wesentlichen Umweltfragen beim Institutionsaufbau und bei der Umsetzung des EU-Rechts; die finanziellen Mittel dafür kommen von der EU.

Das Umweltbundesamt in Kürze

 

Das Umweltbundesamt, Österreichs führende ExpertInnen-Einrichtung für Umweltthemen, feiert im Jahr 2015 sein 30jähriges Bestehen. Mit über 450 MitarbeiterInnen aus 55 wissenschaftlichen Disziplinen zählt es heute zu den größten Arbeitgebern Österreichs im Umweltbereich. In seiner 30jährigen Geschichte hat das Unternehmen mit seiner Expertise Umweltschutz und -kontrolle in Österreich und Europa entscheidend mitgestaltet. Das Umweltbundesamt entwickelt Strategien und Lösungen für EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft um Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit oder der Energiewende zu begegnen. International ist das Umweltbundesamt in über 200 Netzwerken und Gremien aktiv und berät unter anderem das Europäische Parlament und die EU-Kommission.

 

Weitere Informationen:
Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: +43-(0)1-313 04-5432