5. Dezember ist Weltbodentag

© Umweltbundesamt/M.Deweis

(Wien, 5. Dez. 2016) „Wir müssen mit unseren Böden wesentlich sorgsamer umgehen. Unsere Böden erbringen wertvolle Leistungen für unsere Gesellschaft. Ein nachhaltiges Flächenmanagement ist daher für zukünftige Generationen unerlässlich“, betont Karl Kienzl, stellv. Umweltbundesamt-Geschäftsführer am heutigen Weltbodentag.

 

Im elften Umweltkontrollbericht hat das Umweltbundesamt aktuelle Zahlen zum Flächenverbrauch in Österreich erhoben und analysiert: Der Bodenverbrauch in Österreich liegt nach wie vor auf hohem Niveau, auch wenn für die letzten drei Jahre ein Rückgang der Neuinanspruchnahme zu erkennen ist. Die tägliche Zunahme von Siedlungs- und Verkehrsflächen lag von 2013 bis 2015 bei durchschnittlich 16,1 ha/Tag, davon entfielen pro Tag 7,0 ha auf Bau- und Verkehrsflächen und 9,1 ha auf Betriebs-, Erholungs- sowie Abbauflächen. Der Rückgang ist v. a. auf geringere Zuwächse bei den Erholungs- und Abbauflächen zurückzuführen.

  

Der Boden stellt viele Leistungen für die Gesellschaft zur Verfügung. Er ist ein wichtiger Kohlenstoff- und Wasserspeicher sowie ein bedeutendes Genreservoir, filtert Schadstoffe, liefert sauberes Trinkwasser und ist Grundlage für die Produktion von Lebens- und Futtermitteln sowie von Biomasse. Die in den letzten Jahren fortschreitende Nutzung und Versiegelung der Böden für Siedlungs- und Verkehrsflächen führt zu erhöhtem Nutzungsdruck auf die besten Böden. Zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf die Leistungen des Bodens und verstärkter Abhängigkeit von Importen, z. B. von Futter- und Lebensmitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen, ist eine Transformation zu einer nachhaltigen Bodennutzung das Gebot der kommenden Jahrzehnte.

 

Anlässlich des Weltbodentags rückte ein Bodenkinotag in Wien die Ressource Boden ins Rampenlicht. Organisatoren waren AGES, AIT, BFW, BOKU, Klimabündnis, ÖGB, Ökosoziales Forum und das Umweltbundesamt.

 

Kontakt

Sabine Enzinger, Pressestelle Umweltbundesamt, T. 01/31304-5488