Österreichisch-ukrainisches Abfallprojekt zeigt Wirkung

Umweltbundesamt und Partner präsentieren neues Konzept für Sammlung und Recycling von Elektroaltgeräten

© Ukrainisches Ministerium für Regionalentwicklung v. r. n. l.: Hennadij Subko, Minister für Regionalentwicklung und sein Deputy Eduard Krugliak, der Deputy Umwelt-Minister Mykola Kusio und Maksym Barinov.

Wien, 20. Dezember 2016 – Der stellvertretende Ministerpräsident der Ukraine, Hennadii Zubko, stellt heute bei einer Pressekonferenz in Kiew ein neues Konzept für das Management von elektrischen und elektronischen Altgeräten sowie Alt-Batterien vor. Das Konzept ist das erste Zwischenergebnis eines Projekts, das vom österreichischen Umweltbundesamt geleitet wird und im März 2016 gestartet ist. Ziel ist, das ukrainische Abfallrecht an die europäischen Standards heranzuführen.

 

Dafür prüften die ExpertInnen zunächst die Konzepte zur Entsorgung elektronischer Abfälle in Österreich, Frankreich, Spanien, Italien und Belgien auf ihre Anwendbarkeit in der Ukraine. Auf dieser Grundlage wurde ein maßgeschneidertes Konzept für die Ukraine entwickelt, das wesentliche Bestandteile der europäischen Beispiele vereint und das Abfallmanagement deutlich verbessern soll.

 

Das Umweltbundesamt arbeitet in dem zwei Jahr dauernden Projekt intensiv mit dem ukrainischen Ministerium für Regionale Entwicklung zusammen und wird dabei vom französischen Office International de l’Eau und dem regionalen Umweltministerium von Valencia (Spanien) unterstützt.

Perspektiven für Südosteuropa und mehr: 112 Projekte, 27 Länder

 

Das Umweltbundesamt ist die führende österreichische ExpertInnen-Einrichtung für alle Umweltthemen und -medien und mit mehr als 100 Einzelprojekten in 27 Ländern in Ost-, Südosteuropa und in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Das Unternehmen baut national und international Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und entwickelt Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in Österreich, Europa und darüber hinaus. Durch Verwaltungspartnerschaften – so genannte Twinnings – unterstützt das Umweltbundesamt seit 1999 die mittel- und südosteuropäischen Behörden in wesentlichen Umweltfragen beim Institutionsaufbau und bei der Umsetzung des EU-Rechts; die finanziellen Mittel dafür kommen von der EU.

 

Weitere Informationen:

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5432

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