Bessere Luft für Aserbaidschan

Umweltbundesamt und Partner modernisieren Luftqualitätsmonitoring

© Umweltbundesamt

Wien, 22. Februar 2017 – Das aserbaidschanische Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen hat sich zum Ziel gesetzt, die Umweltqualität nach europäischen Standards zu verbessern. In den nächsten zwei Jahren unterstützen ExpertInnen aus Österreich, Lettland und Finnland das Ministerium dabei, das nationale Umweltbeobachungssystem auszubauen und zu modernisieren. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit, die Mitte Februar mit einer offiziellen Auftaktveranstaltung in Baku startete, liegt auf der Luftqualität. Das Know-how des Umweltbundesamtes ist vor allem bei der Datenerfassung und -verarbeitung, bei der Modellierung der Luftschadstoffausbreitung und bei der Emissionsinventur gefragt. „Zum Schutz der Gesundheit hat die Bekämpfung der Luftverschmutzung oberste Priorität. Aserbaidschan zeigt mit dem neuen Projekt seinen klaren Willen zur rechtlichen Umsetzung der europäischen Umweltstandards“, freut sich Umweltbundesamt-Geschäftsführer Georg Rebernig über das wegweisende Projekt. „Wir unterstützen unsere Partner dabei mit unserem Know-how und unserer Erfahrung bei der Kontrolle und Reduktion von Umweltschadstoffen.“

 

Unter der Leitung des Finnischen Meteorologischen Instituts verbessern die ExpertInnen des österreichischen Umweltbundesamtes und der nationalen Umweltagenturen von Finnland und Lettland gemeinsam mit ihren aserbaidschanischen PartnerInnen die technischen Grundlagen und organisatorischen Abläufe für das Luftqualitätsmonitoring. Zusätzlich werden Lücken in der Datenerfassung geschlossen und technische Standards für die Emissionsinventur eingeführt. In Seminaren und Workshops werden die aserbaidschanischen Behörden in der Datenverarbeitung, -analyse und im Reporting geschult. Die finanziellen Mittel für das Projekt kommen aus dem Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument (ENPI) der Europäischen Union.

Das Umweltbundesamt in Kürze

 

Das Umweltbundesamt ist die größte österreichische ExpertInnen-Einrichtung für Umwelt und mit mehr als 100 Projekten in 27 Ländern in Ost-, Südosteuropa und in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Das Unternehmen baut national und international Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und entwickelt Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in Österreich, Europa und darüber hinaus. Seit 1999 unterstützt das Umweltbundesamt die mittel- und südosteuropäischen Behörden beim Institutionsaufbau und bei der Umsetzung des EU-Rechts.

 

Weitere Informationen:

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5432