Europäische Wasser-Standards für Mazedonien

Kick off für neues Umweltbundesamt-Projekt

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Wien/Skopje, 31. Mai 2017 – Mazedonien steht vor der Herausforderung, seine unberührten Gewässer zu bewahren und den Gewässerschutz an die europäischen Standards heranzuführen. Die mazedonischen Umweltschutzbehörden holen sich dafür Unterstützung von ExpertInnen des Umweltbundesamtes. Gemeinsam haben sie sich das Ziel gesetzt, bis zum Frühjahr 2018 das nationale Wassermonitoring zu verbessern und die Gesetze an die Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie anzupassen. Für die österreichische ExpertInnen-Einrichtung ist es bereits die fünfte Zusammenarbeit mit den mazedonischen Umweltbehörden. Umweltbundesamt-Geschäftsführer Georg Rebernig erklärte im Vorfeld der Auftaktveranstaltung am 31. Mai 2017 in Skopje: „Mazedonien zeigt mit dem neuen Projekt seinen klaren Willen zur Umsetzung der europäischen Umweltstandards. Wir unterstützen unsere mazedonischen Partner dabei mit unserem Know-how und unserer Erfahrung im Gewässerschutz.“

 

Über das Projekt

 

Im Rahmen des Projekts “Strengthening the capacities for effective implementation of the acquis in the field of water quality” arbeiten die Projektpartner von Mai 2017 bis zum Frühjahr 2018 am Aufbau des Messnetzes für Grundwasser und Oberflächengewässer in Mazedonien. Zudem entwickeln sie einen Plan für das Flussgebietsmanagement der Vardar. Das Umweltbundesamt leitet das Projekt, an dem sich auch ExpertInnen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und der Bundesländern beteiligen. Weitere Projektpartner sind das litauische Umweltministerium, die litauische Umweltagentur, das niederländische Institut für Gesundheit und Umwelt sowie das niederländische Forschungsinstitut Deltares.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Instruments für Heranführungshilfe (Instrument for Preaccession Assistance, IPA).

Das Umweltbundesamt in Kürze

 

Das Umweltbundesamt ist die größte österreichische ExpertInnen-Einrichtung für Umwelt und mit mehr als 100 Projekten in 27 Ländern in Ost-, Südosteuropa und in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Das Unternehmen baut national und international Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und entwickelt Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in Österreich, Europa und darüber hinaus. Seit 1999 unterstützt das Umweltbundesamt die mittel- und südosteuropäischen Behörden beim Institutionsaufbau und bei der Umsetzung des EU-Rechts.

 

Weitere Informationen:

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5432