Erfolgreicher Projektabschluss in Kroatien

Umweltbundesamt stärkt Umweltkontrolle

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Wien, 21. Dezember 2017 – Die Umweltstandards großer Industrieanlagen standen im Mittelpunkt des elften Umweltbundesamt-Projekts in Kroatien, das am 20. Dezember mit einer Abschlussveranstaltung in Zagreb offiziell beendet wurde. Die österreichische ExpertInnen-Einrichtung arbeitete im Jahr 2017 intensiv mit dem kroatischen Ministerium für Umwelt und Energie zusammen, analysierte die rechtlichen Grundlagen der Umweltinspektion und überprüfte sie auf ihre Konformität mit der Industrieemissionsrichtlinie. Zusätzlich hielten die ExpertInnen eine Reihe von Workshops und Trainings für die kroatischen Behörden ab, um die Praxis der Umweltinspektion von Industrieanlagen an neue Anforderungen durch die Industrieemissions-Richtlinie anzupassen. „Gerade bei großen Industrieanlagen ist eine wirkungsvolle und kontinuierliche Kontrolle durch die Behörden wesentlich für den Schutz von Gesundheit und Umwelt" erklärte Georg Rebernig, Umweltbundesamt-Geschäftsführer, beim Projektabschluss.

 

An der Abschlussveranstaltung nahmen zahlreiche VertreterInnen nationaler und internationaler Institutionen teil – darunter die kroatische Assistenzministerin für Umwelt Snježana Hopp, die stv. Botschafterin Österreichs in Kroatien, Martina Klenner-Auvillain.

© Umweltbundesamt/G. Rebernig Umweltbundesamt-Projektleiterin V. Philippitsch beim Projektabschluss.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit

 

Am Beginn des Projekts im Frühjahr 2017 stand eine umfassende Analyse der Bewilligungspraxis für Industrieanlagen und der Praxis der Umweltinspektionen. Auf dieser Grundlage wurden Empfehlungen abgeleitet und ein umfassendes Schulungsprogramm aufgesetzt. Ergänzend dazu konnten sich kroatische UmweltinspektorInnen auch ein Bild von der Praxis in Österreich machen. Die Änderungen durch die Umsetzung der Richtlinie standen auch im Mittelpunkt zweier Stakeholder-Dialoge mit VertreterInnen der Verwaltung, Industrie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. 
Die finanziellen Mittel für das Projekt kommen aus dem EU Transition Facility Programm und von der kroatischen Republik.

 

Umweltbundesamt Know-how für Kroatien

 

Das Umweltbundesamt ist ein erfahrener Wegbereiter bei der Implementierung von Umweltstandards in Kroatien. Seit 2010 unterstützt die ExpertInnen-Einrichtung die kroatischen Behörden dabei, EU-Umweltstandards umzusetzen – im Bereich Abfall, Naturschutz, Umweltinspektion, Umweltkriminalität, Umweltreporting und Wasser.

Das Umweltbundesamt in Kürze

 

Mit über 500 MitarbeiterInnen aus 55 Disziplinen ist das Umweltbundesamt die größte österreichische ExpertInnen-Einrichtung für Umwelt und führender Berater in Umweltfragen. Das Unternehmen steht für Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zur Sicherung nachhaltiger Lebensbedingungen und entwickelt Entscheidungsgrundlagen auf lokaler, regionaler, europäischer und internationaler Ebene.
Das Umweltbundesamt kann auf erfolgreiche Projekte in mehr als 60 Ländern verweisen – von den neuen EU-Mitgliedstaaten über den Westbalkan, den mittleren Osten bis in den Maghreb und nach Asien. Als Berater ist das Unternehmen für UN- und EU-Institutionen tätig und als Partner in mehr als 200 nationalen, europäischen und internationalen Netzwerken, Gremien und Arbeitsgruppen aktiv.

 

Weitere Informationen:

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/31304-5432

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