Statusbericht: Klimaschutz in Österreich

Ausblick Klimaziele 2020 und 2030

 

Für die Jahre 2013 bis 2020 gelten in Österreich Höchstmengen für die Freisetzung von Treibhausgasen aus Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und allen weiteren Quellen, die nicht im Emissionshandel geregelt sind. Wie schon in den vergangenen Jahren (2013–2015) wurde das  nationale Ziel auch 2016 unterschritten: Der Zielwert liegt bei 51 Mio. Tonnen, die tatsächlichen Emissionen dieser Sektoren bei rd. 50,6 Mio. Tonnen und damit um rund 0,4 Mio. Tonnen unter diesem Zielwert. In Summe hat Österreich damit 8,7 Mio. Tonnen als Gutschriften zur Verfügung, die in die Bilanz bis 2020 eingerechnet werden können. Nach Einschätzung der ExpertInnen-Organisation ist aufgrund der aktuellen Daten allerdings nicht gesichert, dass die Klimaziele 2020 erreicht werden. „Von 2005 bis 2014 konnten wir einen Reduktionstrend verzeichnen, aber seither steigen die österreichischen Treibhausgas-Emissionen wieder an. Treiber dafür ist v.a. der Verkehrssektor, aber auch der fossile Energiebedarf zum Heizen.  Anreize für Energiesparmaßnahmen und den Umstieg auf erneuerbare Energien sind zentrale Elemente, um die notwendige Energiewende voranzutreiben, “ erklärt Jürgen Schneider, Klima-Experte des Umweltbundesamtes.

 

Weitreichende Maßnahmen zur Verminderung des Einsatzes fossiler Energie sind auch für die Energie- und Klimaziele 2030 unerlässlich. Bis dahin gilt in Österreich eine Emissionsreduktion von minus 36 % gegenüber 2005 für Emissionsquellen außerhalb des Emissionshandels.

 

Weitere Informationen:

Ingeborg Zechmann, Pressesprecherin Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5413