Österreichs Badegewässer in Top-Qualität

EU-Badegewässerbericht: 95,1% der österreichischen Flüsse und Seen punkten mit exzellenter Wasserqualität

© Umweltbundesamt/B. Gröger

Wien/Brüssel, 29. Mai 2018 – Der neue Badegewässerbericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) verspricht ungetrübtes Badevergnügen in Seen, Flüssen und Küstengewässern in Europa. Die Daten aus dem Jahr 2017 zeigen, dass 95,9% der Badegewässer die Qualitätsnormen der EU Badegewässerrichtlinie erfüllen, 85% wurden als “exzellent” eingestuft. Weniger als 2% erfüllten die Standards für eine gute Wasserqualität nicht und wurden als „mangelhaft“ bewertet.

 

Österreich zählt zu den Ländern, denen die EUA die beste Wasserqualität bescheinigt. Spitzenreiter ist Luxemburg, wo alle 12 getesteten Badegewässer mit "exzellenter" Qualität punkten, gefolgt von Malta (98,9%), Zypern (97,3%), Griechenland (95,9%) und Österreich (95,1%). Zu den Top Ten in Sachen Wasserqualität zählen außerdem Kroatien (93,5%), Deutschland (91,4%) Lettland (91,1%), und Italien (89,9%). Am unteren Ende der Skala, bei den EU-Mitgliedsstaaten mit den meisten “mangelhaften” Badegewässern, finden sich Italien (1,4%), Frankreich (2,4%) und Spanien (1,7%).

 

Analysiert wurden mehr als 21.000 Badegewässer in der EU, der Schweiz und in Albanien. Eine interaktive Karte zeigt die Qualität der Badegewässer in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten im Jahr 2017.

Österreichische Badegewässer

 

In Österreich entsprachen 99,6% der Badegewässer den Qualitätsvorgaben der Badegewässerrichtlinie, 95,1% hatten eine ausgezeichnete Wasserqualität. Insgesamt wurden 263 österreichische Badegewässer beurteilt.
Aktuelle Messwerte zu Wasserqualität, Sichttiefe und Temperatur von allen österreichischen Badestellen sind auf der Website der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) abrufbar.

 

Dort finden sich auch ausführliche Informationen zu den einzelnen Badegewässern, ihren Einzugsgebieten und ihrer Nutzung in Form von Badegewässerprofilen. Diese werden vom Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit den Bundesländern, der AGES und dem Sozialministerium erstellt.

 

EU-Badegewässerrichtlinie – eine Erfolgsgeschichte

 

Seit In-Kraft-Treten der 1. EU-Badegewässerrichtlinie im Jahr 1976 stieg die Qualität der Badegewässer in Europa durch Investitionen in die Infrastruktur und in das Abwassermanagement kontinuierlich. Der aktuelle Badegewässerbericht belegt, wie stark sich die Wasserqualität der Seen, Flüsse und Küstengewässer in den letzten 25 Jahren verbessert hat. Von den rund 9.600 Badegewässern, die von 1991-2016 regelmäßig getestet wurden, erfüllten im Jahr 1991 nur 56% die hohen europäischen Standards, 2017 waren es bereits 85%.

 

Weitere Informationen:
Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5432