Feinstaub-Messung auf dem Prüfstand

Umweltbundesamt als europaweit erste Eignungsprüfstelle für die Messung von partikulären Luftschadstoffen nach EN ISO/IEC17043 akkreditiert

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Wien, 22. August 2018 – Das Umweltbundesamt bietet als erste Stelle in Europa akkreditierte Eignungsprüfungen für die Feinstaub-Messung nach den Vorgaben der ÖNORM für die Konformitätsbewertung (EN ISO/IEC 17043) an. Bei diesen Vergleichsmessungen können BetreiberInnen von nationalen und internationalen Luftgütemessnetzen, Messgeräte-HerstellerInnen, ZivilingenieurInnen und Labors für Immissionsmessungen die Genauigkeit ihrer Messungen testen. Dafür werden in einem speziell ausgerüsteten Container über einen Zeitraum von acht Wochen Feinstaub-Messungen durchgeführt, nach statistischen Verfahren ausgewertet und mit dem Referenzwert des Umweltbundesamtes verglichen. Der abschließende Bericht belegt die Richtigkeit und Qualität der Messungen der TeilnehmerInnen und dient als Nachweis für ihre Kompetenz in der Messung von PM10 und PM2,5 (PM steht für particulate matter und bezeichnet die Größe der Staubpartikel) in der Außenluft.

 

Mit der Akkreditierung erweitert das Umweltbundesamt sein Angebot in der Qualitätssicherung von Luftgütemessungen. Seit dem Vorjahr verfügt die ExpertInnen-Einrichtung auch als erste Stelle in Österreich über eine Akkreditierung für Ringversuche für gasförmige Luftschadstoffe.

Nächste Messung in Graz

 

Die erste Vergleichsmessung fand zwischen November 2017 und Jänner 2018 in Steyregg, Oberösterreich, statt. Sie bescheinigte den Luftgütemessnetzen der Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Kärnten, Tirol und der LfU Bozen (Landesagentur für Umwelt Bozen) eine hohe Qualität. Die nächste PM10-Vergleichsmessung ist im Jänner 2019 in Graz geplant.

 

Weitere Informationen:

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5432