Vorläufige Abschätzung der EU-Treibhausgas-Emissionen für 2017

Vorläufige EU-Treibhausgas-Emissionen für 2017

Den vorläufigen Daten zufolge sind die Emissionen im Jahr 2017 in der gesamten EU gegenüber dem Vorjahr um 0,6% gestiegen. Dies entspricht einem Rückgang von 21,9% zwischen 1990 und 2017. Nach einem Zeitraum von fast 10 Jahren kontinuierlicher Reduktionen zwischen 2004 und 2014, blieben die Emissionen seither relativ stabil. Der leichte Anstieg 2017 ist vor allem auf die Anstieg des Treibstoffverbrauchs im Straßenverkehr zurückzuführen. Im Energiesektor sind aufgrund des abnehmenden Anteils von Kohle zur Strom- und Wärmeerzeugung in der EU sinkende Emissionen zu verzeichnen.

Im EU-Emissionshandel stiegen die Emissionen aus stationären Anlagen 2017 um 0,2%. Während die Emissionen aus der Energieerzeugung sukzessive sinken, spiegeln die Emissionstrends für Industrieanlagen die wirtschaftliche Entwicklung wider. Die Emissionen aus dem Flugverkehr innerhalb der EU stiegen 2017 um 4,5% gegenüber 2016.

In den anderen Sektoren wie Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfall stiegen die Emissionen im Jahr 2017 das dritte Jahr in Folge, wobei der größte Anstieg im Verkehrssektor erfolgte. Während die Gesamtemissionen der gesamten EU unter dem Ziel für 2020 bleiben, zeigen die aktuellen Analysen, dass die Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2017 in 17 der EU-Mitgliedstaaten gestiegen sind.

Maßnahmen zur Erreichung der EU-Ziele für 2030 notwendig

In den ergänzenden längerfristigen Analysen zeigt die überwiegende Mehrheit der Mitgliedstaaten unzureichende Fortschritte. Angesichts der derzeitigen nationalen Politiken wird sich das Tempo der Emissionsreduktionen nach 2020 eher verlangsamen, so die Analyse der EEA. Ohne weitere Strategien und Maßnahmen der Mitgliedstaaten wird das Reduktionsziel für 2030 nicht erreicht werden.

 

Weitere Informationen: 

Ingeborg Zechmann, Pressesprecherin Umweltbundesamt, 01/31304-5413