Wie viel Energie braucht die Cloud?

Österreichisch-deutsche Studie im Auftrag der Europäischen Kommission

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Wien, 4. März 2019 – Jedes vierte Unternehmen in der EU nutzt Cloud Computing. Egal ob für E-Mail-Dienste oder das Speichern und Teilen von Daten. Das österreichische Umweltbundesamt und das deutsche Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit analysieren erstmals, welche IT-Infrastruktur und IT-Leistungen über das Internet genutzt werden und wie sich der Einsatz von Cloud Computing in den EU-28 in den nächsten Jahren entwickeln wird. Die ExpertInnen erheben, wie hoch der Energiebedarf des Cloud Computings ist  und wie Energieeffizienz in der öffentlichen Beschaffung von Cloud Dienstleistungen berücksichtigt werden kann. Ziel ist, Empfehlungen für energieeffiziente und umweltfreundliche Cloud Computing Dienste in Europa zu entwickeln.

 

Mit umweltfreundlichen Technologien in die Datenzukunft

 

Ein Fokus der ExpertInnen bei der Analyse des Cloud Computing Einsatzes in der EU liegt auf der Energieeffizienz der riesigen zentralen Rechenzentren, die dafür sorgen, dass Daten online gespeichert und überall abgerufen werden können. Mit neuen Technologien wie Industrie 4.0 und Autonomem Fahren wird in Zukunft aber auch die dezentrale Speicherung und Verarbeitung von Daten eine hohe Bedeutung gewinnen. Für die Erhebung des Energieverbrauchs kommt ein Modell des Borderstep Instituts zum Einsatz, das in Deutschland bereits angewendet wird. Die deutschen Projektpartner sind für die Analyse der Cloud Technologien und Dienste und ihrer derzeitigen und künftigen Einsatzbereiche zuständig. Das österreichische Umweltbundesamt widmet sich den Rahmenbedingungen für den Cloud Computing Markt in Europa. Die ExpertInnen prüfen, welche Rahmenbedingungen, wie z.B. Ökolabel-Standards oder nationale Vorgaben für umweltfreundliche Technologien, es für die virtuellen Strukturen und Dienste derzeit in den Mitgliedsstaaten gibt. Auf dieser Grundlage entwickeln sie Strategien für die öffentliche Beschaffung umweltfreundlicher digitaler Dienste.

Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit

 

Borderstep erforscht als unabhängige und gemeinnützige Wissenschaftseinrichtung die Zukunft und untersucht, was kommt (Innovation) und was bleibt (Nachhaltigkeit). Im Mittelpunkt steht dabei die Erarbeitung von Problemlösungen und Handlungsstrategien für ein nachhaltiges Wirtschaften. Hauptsitz des Instituts ist in Berlin, Deutschland. Borderstep und das Umweltbundesamt Österreich stehen seit fast 10 Jahren in Kontakt. Die Studie ist die erste Zusammenarbeit als Partner auf europäischer Ebene.

 

Umweltbundesamt: führender IT-Berater für Umweltthemen

 

Das Umweltbundesamt ist der führende IT-Berater und Dienstleister für Umweltthemen im öffentlichen Bereich und spezialisiert auf die Entwicklung von E-Government-konformer Umweltinformationssysteme, Datenbanken und Applikationen. Die Expertise in den Bereichen IT und Umwelt wird in innovativen IT-Lösungen für Verwaltung und Unternehmen umgesetzt, national und international.

Die Umweltbundesamt IT-ExpertInnen sind SpezialistInnen für Datenbankvernetzung, Melde- und Berichtssysteme, Mess- und –monitoringsoftware sowie für Geografische Informationssysteme. Das Leistungsspektrum reicht von der Entwicklung innovativer Gesamtsysteme inklusive Webtechnologien und WebServices sowie E-Government-Anwendungen, über System- und Applikationsbetrieb bis zum ServiceDesk  mit UserInnen-Betreuung und AnwenderInnen-Schulungen.

 

Weitere Informationen:

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Mail: petra.kestler@umweltbundesamt.at, Tel.: +48 (0)1 31304-5413

Maya Kristin Schönfelder, Pressesprecherin Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit, Mail: schoenfelder@borderstep.de, Tel.: +49 (0)30 - 306 45 100-8