Kroatisches Umweltinformationssystem erweitert

Umweltbundesamt unterstützte bei Integration von Seveso-Daten und Chemikaliensicherheit

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Wien/Zagreb, 22. März 2019 – Österreichische, italienische und kroatische ExpertInnen haben in den letzten zwei Jahren intensiv daran gearbeitet, das Monitoring von Chemikalien und gefährlichen Substanzen in Kroatien zu verbessern und an europäische Standards anzupassen. Im Vordergrund stand dabei die Sicherheit von Industrieanlagen, insbesondere wenn mit gefährlichen Substanzen gearbeitet wird oder solche bei entsprechenden chemischen Verfahren entstehen. Alle Informationen darüber wurden in der neuen Seveso-Datenbank zusammengefasst und in das nationale Umweltinformationssystem eingebaut. Damit stehen den Behörden im Störfall schnell aktuelle Daten über die eingesetzten Substanzen und ihren Einsatz zur Verfügung.

Upgrade für kroatisches Umweltinformationssystem

 

Die Daten aus dem  Industriesektor wurden in Zusammenarbeit mit den ExpertInnen des Umweltbundesamtes aktualisiert, mit geografischen Daten verschnitten und in das nationale Umweltinformationssystem überführt. Somit sind alle notwendigen Informationen und Daten für die Störfallvorsorge und Notfallmaßnahmen zentral abrufbar. Die Erweiterung des Umweltinformationssystems um die Seveso-Daten erleichtert die Berichterstattung Kroatiens an die Europäische Union, neue geografische Applikationen machen die Daten besser nutzbar. Unter der Leitung des italienischen Ministeriums für Umwelt und Schutz von Land und Meer und Mitarbeit der Umweltbundesamt-Experten wurden zudem deutliche Verbesserungen bei der Datenerhebung und der Qualitätssicherung erreicht.

Das Umweltbundesamt in Kürze

 

Das Umweltbundesamt ist die größte österreichische ExpertInnen-Einrichtung für Umwelt und mit mehr als 100 Projekten in 27 Ländern in Ost-, Südosteuropa und in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Das Unternehmen baut national und international Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und entwickelt Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in Österreich, Europa und darüber hinaus. Seit 1999 unterstützt das Umweltbundesamt die mittel- und südosteuropäischen Behörden beim Institutionsaufbau und bei der Umsetzung des EU-Rechts.

 

Weitere Informationen:

Inge Zechmann, Pressesprecherin Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5413