Moore in Österreich unter dem Schutz der Ramsar-Konvention

© Umweltbundesamt

(12.11.2004) Am Donnerstag, 18.11.2004 wird das neueste Werk des Umweltbundesamtes in Illmitz präsentiert. Das Buch beschreibt sechs Moorgebiete Österreichs. Diese sind international von Bedeutung und zählen zu den insgesamt 17 Ramsar-Gebieten Österreichs.

 

Unberührte Moorlandschaften muten wie Urlandschaften aus längst vergangener Zeit an, entstanden doch viele Moore nach dem Ende der letzten Eiszeit. Jedes Moor ist durch seine Entwicklungsgeschichte und die jeweiligen landschaftlichen und klimatischen Gegebenheiten einzigartig.

Die Vielfalt an Mooren ist in Österreich unglaublich hoch. Das Buch „Moore in Österreich unter dem Schutz der Ramsar-Konvention“ führt auf verständliche und anschauliche Weise in die Welt der Moore ein. Haben Sie gewusst, dass es Moore gibt, die aufgrund von Kondenswasser entstehen?

© H. Hinterstoisser Das Rotmoos im Fuschertal. Das Rotmoos im Fuschertal.

Sechs ausgewählte Moorgebiete Österreichs werden im Buch des Umweltbundesamtes einprägsam porträtiert: Hörfeld-Moor, Pürgschachen Moor, Rheindelta, Rotmoos im Fuschertal, Sablatnigmoor und die Waldviertler Teich-, Moor und Flusslandschaft.  

Die Lebensräume und die Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt dieser Ramsar-Schutzgebiete sind umfassend dargestellt. Einblicke in die Kultur- und Nutzungsgeschichte werden ermöglicht. Die Moore  stehen auf der Liste der international bedeutenden Feuchtgebiete und damit unter dem Schutz der Ramsar-Konvention. Ein Blick in die Vergangenheit macht jedoch deutlich, dass die Beziehung des Menschen zu diesen einzigartigen Lebensräumen von Nutzungsinteressen und Kultivierungsversuchen geprägt war.

© P. Gros Hochmoor-Gelbling. Hochmoor-Gelbling.

„Moore in Österreich unter dem Schutz der Ramsar-Konvention“ zeigt die Einmaligkeit unserer Moore auf, aber auch die Schatten, die auf diese fallen: Ursachen für Beeinträchtigung und Gefährdung sind bei allen beschriebenen Mooren zu nennen. Deutlich wird vor Augen geführt, dass der langfristige Schutz von Mooren entsprechender Maßnahmen bedarf. Dabei steht nicht das Verbot jeglicher Nutzung im Vordergrund, sondern die nachhaltigen Nutzung der Ressourcen. Ein Überblick über den Stand der Umsetzung und den Handlungsbedarf im österreichischen Moorschutz schließt den breitgefächerten Themenbogen ab. Die Erhaltung dieses einzigartigen Naturerbes muss unser aller Anliegen sein!

Autoren

Michael Jungmeier ist Ökologe. Er leitet E.C.O. - Institut für Ökologie in Klagenfurt und verfügt über eine langjährige praktische Erfahrung in den Bereichen Naturschutzforschung und Schutzgebietsmanagement.

 

Kathrin Werner arbeitet im Umweltbundesamt Berlin. Die Diplom-Biologin hat sich intensiv mit dem Schutz von Feuchtgebieten befasst.

 

Mit einem Beitrag von Claudia Pettrich. Sie lebt als Landschaftsplanerin und Naturpädagogin im Oberen Waldviertel. Im Zuge ihrer Exkursionstätigkeit in verschiedenen Mooren setzte sie sich mit der Ökologie dieser Lebensräume auseinander.

Literatur

Jungmeier, M. & K. Werner (2004): Moore in Österreich unter dem Schutz der Ramsar-Konvention. Neuer Wissenschaftlicher Verlag, Wien: 214 S.

 

 

Das Buch umfasst 214 Seiten und 67 Farbabbildungen. ISBN 3-7083-0197-9

Preis: 45.- € (+ Verpackung € 3,20 und Porto)

Buchpräsentation

Die Buchpräsentation findet am 18. November 2004 um 16:30 Uhr im

Infozentrum des Nationalparks "Neusiedler See-Seewinkel" (Illmitz)

im Rahmen der internationalen Tagung "Management of transboundary Ramsar Sites - Chance and Challenges" (veranstaltet von Lebensministerium und WWF Österreich; 18.-19. November 2004).