Umwelt und Gesundheit
Macht uns die Umwelt krank?
(11.5.2004) Das Auftreten verschiedener Krankheiten lässt sich direkt auf die Belastung der Umwelt mit Schadstoffen zurückführen. Das belegen aktuelle Studien.
Ein Anstieg bei Allergien, Atemwegserkrankungen (Asthma, Bronchitis) und verschiedenen anderen, teilweise unspezifischen Krankheitsbildern wird vor allem in besonders belasteten Regionen (Städten, Industriegebieten, Verkehrsknoten) registriert.
Leid tragend sind vor allem Kinder. Sie sind während der Phase ihrer Entwicklung Umweltgiften ausgesetzt. Lang andauernde (chronische), aber geringe Belastungen und die Vielfältigkeit der Schadstoffe können gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Verminderte Gedächtnis- und Lernleistungen sowie Verhaltensänderungen können die Folge sein.
Internationale Aktivitäten
NEHAP - National Environmental and Health Action Plan
1994 wurde von den europäischen WHO- Mitgliedstaaten eine Erklärung verabschiedet, welche eine Verbesserung der Lebensbedingungen und gesundheitlichen Voraussetzungen vor allem der zukünftigen Generationen gewährleisten soll. Zur Umsetzung dieser Erklärung einigten sich alle teilnehmenden Staaten auf die Entwicklung „nationaler Umwelt- und Gesundheitsprogramme“ (NEHAP, National Environmental and Health Action Plan). Das Umweltbundesamt war an der Entwicklung des österreichischen Umwelt- und Gesundheitsaktionsplans beteiligt.
4. Umwelt- und Gesundheitsministerkonferenz in Budapest, Juni 2004
Im Juni 2004 findet in Budapest die 4. Umwelt- und Gesundheitsministerkonferenz statt, welche unter dem Motto „Eine Zukunft für unsere Kinder“ steht. Die WHO hat dafür einen Kinder-Aktionsplan (CEHAPE) ausgearbeitet. Der Beitrag der Europäischen Kommission wird der Aktionsplan 2004-2010 sein, der unter anderem die Erforschung der Auswirkungen von Umweltbelastungen auf die Gesundheit zum Ziel hat (integrativer Ansatz). Besonders Atemwegserkrankungen, Allergien, Asthma und Krebs sind in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse.
Umweltschutz ist Selbstschutz
Das Umweltbundesamt ist die Fachstelle für Umweltkontrolle und Umweltschutz Österreichs. Es liegen österreichweite Daten zum Zustand aller Umweltkompartimente (Wasser, Boden Luft) im Zeitverlauf vor. Umfangreiches Datenmaterial zu z.B. Altlasten, Chemikalien, Bioziden einerseits sowie zu Verkehrsbelastung, Gentechnik andererseits ist vorhanden.
Risikoabschätzungen werden durchgeführt um mögliche Gefahren für die menschliche Gesundheit darzustellen. Dem Umweltbundesamt ist es wichtig, den Bezug der menschlichen Gesundheit und vorhandener Umweltbelastungen deutlich zu machen. Aktuelle Forschungsergebnisse und Studien zeigen sehr klar, dass der Schutz und die Wiederherstellung einer intakten Umwelt letztlich Schutz der menschlichen Gesundheit bedeutet.
Hausstaub mehr als nur lästig?
Eine Pilotstudie des Umweltbundesamtes soll erste Ergebnisse über die Belastung von Staubproben aus Haushalten und Büroräumen mit Chemikalien bringen.
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Verkehr: Luftverschmutzer und Lärmverursacher Nr. 1
Der Verkehr ist Hauptverursacher von Stickoxiden und trägt wesentlich zur Feinstaubbelastung in Österreich bei. Verkehr ist mit rund 75% die weitaus häufigste Lärmquelle.
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