Kyoto-Protokoll in Kraft
(16.2.2005) Mit dem heutigen Tag tritt das Kyoto-Protokoll der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) völkerrechtlich in Kraft. Möglich wurde dies durch die Ratifizierung des Protokolls durch Russland, womit nun über 55% der weltweiten CO2-Emittenten der Industriestaaten die nationale Umsetzung beschlossen haben.
Hintergrund
Zur Stabilisierung der Treibhausgasemissionen wurde 1992 die UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) beschlossen. 1997 wurden im Kyoto-Protokoll zum ersten Mal konkrete und verbindliche Reduktionsverpflichtungen festgelegt. Demnach müssen die Industrieländer im Zeitraum von 2008 bis 2012 ihre Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase gegenüber 1990 (für F-Gase 1995) um rund 5% reduzieren. Für Entwicklungsländer sind keine derartigen Verpflichtungen vorgesehen.
Kyoto-Protokoll und Österreich
Österreich hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen im Zeitraum von 2008 bis 2012 um 13% gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Im aktuellen Bericht des Umweltbundesamtes vom Jänner 2005 zeigt sich allerdings ein deutlicher Anstieg der Treibhausgase im Jahr 2003 um 5,9% gegenüber 2002 auf insgesamt 91,6 Millionen Tonnen. Der Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) erhöhte sich von 2002 auf 2003 um 7,4% auf nun insgesamt 76,2 Millionen Tonnen. Damit entfernte sich Österreich weiter vom Kyoto-Ziel und liegt nun im Jahr 2003 bereits 16,6% über dem Kyoto-Basisjahr.
Klimawandel
Das Kyoto-Protokoll ist nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einem ausreichenden globalen Klimaschutz: Szenarien des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) gehen von einer globalen Erwärmung von zwischen 1,4°C und 5,8°C im 21. Jahrhundert aus.
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