Um Welt & Risiko
Science Event im RadioKulturhaus im Rückblick
(29.11.2005) – Am Donnerstag dem 24. November fand im Wiener RadioKulturhaus unter dem Titel „Um Welt & Risiko“ der vierte Science Event zum Thema „Sicherheitsstreben versus Risikoeinschätzung?“ statt. Zu den Vortragenden der vom Umweltbundesamt, BOKU und Ö1 organisierten Veranstaltung zählten u. a. Uwe Pfenning (Uni Stuttgart), Helga Kromp-Kolb und Verena Winiwarter (BOKU Wien), Christian Schauer (AssTech), Günther Getzinger (TU Graz) und Karl Kienzl (Umweltbundesamt). Der Science Event 2005 wurde unterstützt von der OMV.
Diskussionsrunde
Im Mittelpunkt der Vorträge und der anschließenden Podiumsdiskussion standen Fragen nach naturwissenschaftlichen Beweisen und gesellschaftspolitischen Aspekten – nach Einschätzung und Bewertung, nach Umgang und Ersatz, nach Kalkulation und Versicherung und nicht zuletzt nach Wahrnehmung und Akzeptanz von Risiken.
Mit jedem Fort-Schritt und jeder Veränderung gesellschaftlichen Basiswissens ändert sich die Risikowahrnehmung: Noch 1950 wurde Zahnpasta mit radioaktiven Zusätzen als besonders gesund und innovativ angepriesen, heute ist bekannt, dass Radioaktivität in welcher Form auch immer für den Menschen im höchsten Maße gesundheitsschädlich ist. Nach dem Supergau von Tschernobyl im April 1986 stieg die Besorgniskurve in Mitteleuropa auf ihren Höchststand – heute wird über wieder über Atomkraftwerke als alternative Energieträger zur Reduktion der CO2-Emissionen diskutiert.
Einig waren sich ReferentInnen und DiskutantInnen, dass der regelmäßige inter- und transdiziplinäre Austausch zum Thema „Risiko“ notwendig ist und der Diskurs dazu in Österreich unbedingt gefördert werden soll.
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