Vom Entsorger zum Versorger?

(28.11.2005) Am 22. November 2005 veranstaltete das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB) eine Tagung zum Thema "Vom Entsorger zum Versorger?", die auf großes Interesse bei Wirtschaftsvertretern und Behörden stieß. Schwerpunkt der Veranstaltung war die Entwicklung der Abfallwirtschaft zur selbsttragenden Ressourcenwirtschaft am Beispiel Ersatzbrennstoffe und Sekundärrohstoffe.

 

Tatsache ist, dass einzelne Industriezweige schon heute einen beträchtlichen Teil ihres Energiebedarfs mit Brennstoff aus Abfällen decken, und dieser Anteil wird weiter steigen.

 

Der Umweltnutzen kann in der Ressourcenschonung  von primären Brennstoffen wie Erdöl bestehen, mit zusätzlichen positiven Auswirkungen auf den Klimaschutz. Nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt können erhöhte Schwermetallemissionen in die Luft und Schwermetallanreicherung in Produkten sein. 

 

Sowohl Industrievertreter als auch die Vertreter von Umweltbehörden und dem Umweltbundesamt waren der Auffassung, dass es einheitliche Qualitätsstandards für Ersatzbrennstoffe geben muss. 

 

Aus Sicht des Umweltbundesamtes soll der mögliche Schadstoffeintrag in die Umwelt infolge Verbrennung von Ersatzbrennstoffen begrenzt werden. Es sollen daher umweltverträgliche Schwermetallgrenzwerte für Ersatzbrennstoffe festgelegt werden.  Expertenarbeitskreise unter Leitung des Lebensministeriums wurden bereits eingerichtet. Zusätzlich sollen die maximal zulässigen Luftemissionen weiterhin auf Basis eines fortschrittlichen Standes der Technik begrenzt werden.

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