Geschwindigkeit

(19.12.2005) Verkehr zählt zu den Hauptverursachern der Luftschadstoffbelastung in Österreich. Luftschadstoffe (z. B. NOx und Feinstaub) und Treibhausgase (z. B. CO2) entstehen bei der Verbrennung von Kraftstoffen. Zur Feinstaubbelastung tragen aber auch der Abrieb von Bremsen und Reifen sowie Aufwirbelung bei. Im Orts- oder Stadtgebiet etwa ist der Beitrag aus Abrieb und Aufwirbelung höher als der von Verbrennungspartikel im Abgas.

 

Wieviel Luftschadstoffe und Treibhausgase der Straßenverkehr verursacht, hängt von vielen Faktoren ab. Wesentlichen Einfluss hat neben Art des Antriebs, Fahrzeuggröße und Alter vor allem die Geschwindigkeit und die Fahrdynamik.

Temporeduktionen und -erhöhungen

Geringere Geschwindigkeiten führen grundsätzlich zu einer Reduktion der Abgasemissionen und des Staubs aus Abrieb und Aufwirbelung. Temporeduktionen wirken sich besonders positiv aus, wenn der Verkehr dadurch fließender verläuft. Durch weniger Beschleunigungs- und Bremsmanöver werden sowohl Verbrauch und Emissionen als auch Abrieb und Aufwirbelung vermindert.

 

Eine höhere Fahrgeschwindigkeit z. B. 160 km/h statt 130 km/h führt bei einem Pkw zu einer Erhöhung des Verbrauchs und der Treibhausgasemissionen um 20-25%. Die Zunahme bei den Schadstoffemissionen speziell bei Dieselfahrzeugen in diesem Geschwindigkeitsbereich fällt weitaus stärker aus, Partikel und Stickoxidemissionen können um mehr als 50 % zunehmen.

 

Abgesehen von den Luftschadstoff- und Treibhausgasemissionen wirken sich Tempolimits bzw. -erhöhungen wesentlich auf den Straßenverkehrslärm aus.

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