Du hast Einfluss auf den Klimawandel

(2.6.2006) Rechtzeitig zum Weltumwelttag hat die Europäische Kommission eine Sensibilisierungskampagne zum Thema Klimawandel gestartet. Im Rahmen dieser Kampagne wird der Einzelne aufgefordert, seine täglichen Gewohnheiten in gewissen Punkten zu ändern, um damit zu einer erheblichen Verringerung der Treibhausgasemissionen beizutragen.

Die Kampagne soll durch zahlreiche praktische und einfach umsetzbare Tipps das Verantwortungsbewusstsein der Menschen schärfen und es ihnen erleichtern, ihren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten. Die Haushalte in der EU verursachen etwa 16% der gesamten Treibhausgasemissionen der EU, die zum Großteil aus der Energieerzeugung und -verwendung stammen. Zwischen dem 30. Mai und dem 6. Juni 2006 wird die Kampagne in allen 25 EU-Mitgliedstaaten gestartet.

Runterdrehen. Ausschalten. Recyceln. Zu Fuß gehen.

Pro Kopf und Jahr verursacht jeder EU-Bürger 11 Tonnen Treibhausgasemissionen, in erster Linie CO2. Die meisten Treibhausgasemissionen in der EU (61%) werden durch Energieerzeugung und -verwendung verursacht, gefolgt vom Verkehr (21%), wobei in beiden Fällen fossile Brennstoffe (Kohle, Öl und Gas) verwendet werden, die bei ihrer Verbrennung CO2 freisetzen.

 

Insgesamt verwenden die Haushalte fast ein Drittel der in der EU verbrauchten Energie, und Privatautos verursachen etwa die Hälfte der Verkehrsemissionen. Das heißt also, dass einzelne Personen direkten Einfluss auf diese Emissionen haben. Sie können aber auch dazu beitragen, Emissionen aus anderen Sektoren wie der Industrie zu verringern, indem sie ihren Abfall reduzieren und dafür sorgen, dass dieser recycelt oder kompostiert wird. Z. B. kostet es zehnmal weniger Energie, eine Aluminiumdose zu recyceln als eine neue herzustellen. Nicht zuletzt können die Bürger auf die für die Reduktion der Kohlenstoffemissionen erforderlichen strukturellen Änderungen drängen, zum Beispiel die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

 

Ausführliche Informationen dazu bietet die Website der Kampagne.

 

Weitere Informationen:

Pressestelle Umweltbundesamt

Ingeborg Zechmann, +43 (0) 664/611 90 94