CO2-Monitoring 2005: Fahrzeugemissionen nicht geringer
(14.6.2006) Im Jahr 2005 wurden in Österreich 307.441 PKW neu zugelassen: rund 65% Dieselfahrzeuge und 35% Benziner. Dazu kamen noch 66 Erdgasfahrzeuge. Im Durchschnitt emittieren diese Benzinautos 165 g/km und Dieselfahrzeuge 161 g/km CO2.
Die Europäische Kommission erstellte 1995 die „Strategie zur Minderung der CO2-Emissionen von PKW“ mit dem Ziel, den durchschnittlichen CO2-Austoß aller neu zugelassenen Personenkraftwagen bis zum Jahr 2005 (spätestens 2010) auf 120 g/km zu senken. Im Zuge dieser Strategie verpflichteten sich die europäischen, koreanischen und japanischen Automobilherstellerverbände bis zum Jahr 2008/2009 die CO2-Emissionen mit technischen Mitteln auf 140 g/km zu senken. Insgesamt erreichen derzeit nur etwa ein Viertel der Fahrzeuge das gesetzte Ziel von 140 g/km.
Gemäß Art. 4, Abs. 4 der Entscheidung 1753/2000/EG müssen die Mitgliedsstaaten jährlich einen Bericht über die durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen aller Neuzulassungen übermitteln. Für Österreich erstellt das Umweltbundesamt im Auftrag des Lebensministeriums diesen Bericht.
Trendanalyse
Vergleicht man die Daten von 2000 bis 2005, dann zeigt sich dass, die durchschnittlichen CO2-Emissionen von neu zugelassenen PKW in den vergangenen Jahren nur geringfügig abnahmen. Bei Dieselfahrzeugen ist im vergangenen Jahr sogar ein Anstieg der durchschnittlichen CO2-Emissionen festzustellen. Bei einer Fortsetzung des Trends 2000–2005 wäre im Jahr 2008 sowohl bei Benzin- wie auch bei Dieselfahrzeugen von einer CO2-Emission von etwa 160 g/km auszugehen. Das Ziel der freiwilligen Selbstverpflichtung wird somit zumindest von der österreichischen Fahrzeugflotte mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich verfehlt werden.
In den letzten Jahren gab es technische Weiterentwicklungen (etwa Diesel-Direkteinspritzung), wodurch der spezifische Kraftstoffverbrauch der Motoren teils deutlich reduziert werden konnte. Diese Verbrauchsvorteile werden vor allem durch den Trend zu leistungsstärkeren und schwereren Fahrzeugen beinahe vollständig kompensiert. So hat etwa die Fahrzeugleistung bei neu zugelassenen Dieselfahrzeugen von 2000 bis 2005 um etwa 10% zugenommen.
Weitere Informationen:
Pressestelle Umweltbundesamt
Ingeborg Zechmann, +43 (0) 664/611 90 94
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