Risiko: Klimawandel - Dialog: Anpassung

Erfolgreiche erste Dialogveranstaltung

(1.6.2007) Konstruktiv und engagiert zeigten sich die geladenen VertreterInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, NGO und Öffentlichkeit bei der ersten Dialogveranstaltung der Initiative Risiko:dialog. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Herausforderungen und Verantwortlichkeiten für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels genauso wie die Entwicklung einer nationalen Anpassungsstrategie. Deutlich wurden der Handlungsbedarf, die Notwendigkeit eines intensiveren Wissensaustausches und die Weiterführung des Dialoges. Eine detaillierte Nachlese dazu steht auf www.risikodialog.at zur Verfügung.

Im Rahmen des Dialogschwerpunkts „Risiko: Klimawandel – Dialog: Anpassung“ kamen zwischen 14. und 25. Mai 2007 TheoretikerInnen, PraktikerInnen, ExpertInnen und Betroffene über Strategien für den Umgang mit klimabedingten Veränderungen in einem Programmschwerpunkt auf Ö1 und unter www.risikodialog.at zu Wort. Mit der gleichnamigen Dialogveranstaltung setzten Ö1 und Umweltbundesamt einen Höhepunkt. Ausgewählte TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft, Öffentlichkeit, NGO und Medien widmeten sich unterschiedlichen Fragen und Aspekten der Auswirkungen des Klimawandels, der öffentlichen Kommunikation und Wahrnehmung des Themas sowie der Verantwortlichkeiten, den Kosten und ihrer Aufteilung. Einflüsse der Raumordnung, Flächennutzung und Naturgefahren wurden ebenso diskutiert wie konkrete Veränderungen in der Land-, Forstwirtschaft und im Tourismus. Als zentrale Herausforderungen für eine Anpassung an die Folgen des Klimawandels identifizierten die TeilnehmerInnen einerseits ökonomische Anreize, soziale Aspekte und politische Rahmenbedingungen und andererseits die Vernetzung und Koordination zwischen den Stakeholdern und Disziplinen. Als Schwerpunkte für die zukünftige Auseinandersetzung wurden die Nutzung von Synergien zwischen Klimaschutz und Anpassung, Forschungsbedarf, Bewusstseinsbildung und die Entwicklung einer nationalen Anpassungsstrategie hervorgehoben.

Durch die Veranstaltung wurden sowohl die Komplexität des Themas als auch regionale und branchenspezifische Betroffenheiten und Anliegen aufgezeigt. Einig waren sich die TeilnehmerInnen, dass Vernetzung und Einbeziehung aller Stakeholder für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels notwendig sind. Die Bedeutung einer Plattform für den Dialog zu diesem Thema wurde von den TeilnehmerInnen betont.

 

Die Beiträge aus der ersten Dialogveranstaltung der Initiative Risiko:dialog sind eine Grundlage für weitere Schritte in Richtung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Folgen des Klimawandels. Anregungen daraus fließen in die Ausrichtung und Schwerpunktsetzung für weiterführende und vertiefende Dialoge im Rahmen der Initiative Risiko:dialog ein.

 

Der Schwerpunkt „Risiko:Klimawandel – Dialog:Anpassung“ der Initiative Risiko:dialog liefert einen Beitrag für die nationale Auseinandersetzung mit den Folgen des Klimawandels und die Herangehensweisen an die Anpassung. Auf europäischer Ebene werden derzeit ebenfalls potenzielle Risiken, Herausforderungen durch den Klimawandel und Herangehensweisen an die Anpassung diskutiert. Die Ergebnisse werden Anfang Juli zu einem Grünbuch der Europäischen Kommission zusammengefasst.

Initiative Risiko:dialog

Die Initiative Risiko:dialog von Radio Österreich 1 und Umweltbundesamt initiiert und gestaltet Dialoge zu Risikothemen mit potenziellen Auswirkungen auf Umwelt, Technologie, Wirtschaft und Gesundheit. Ziel der Initiative Risiko:dialog ist, eine Dialogkultur zu potenziellen und aktuellen Risikothemen zu fördern, Orientierungshilfen für Einzelne wie für die Gesellschaft zu bieten, Trends in der Risikowahrnehmung der Gesellschaft zu erkennen. Sie fördert den Wissenstransfer zwischen Interessensgruppen, bietet eine Plattform für eine lebendige Wissenskultur und trägt zu einer fundierten Risikobewertung, Risikokommunikation und zu einem vorsorgenden Risikomanagement bei. Unterstützt wird die Initiative Risiko:dialog von den Partnerinstitutionen Lebensministerium, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Forschungsförderungsgesellschaft und Universität für Bodenkultur. Als erster Sponsorpartner konnte die Verbund-Austrian Power Grid AG gewonnen werden.

 

 

Weitere Informationen:

Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, 0664/611 90 94.