REACH tritt in Kraft

(1.6.2007) Durch die heute in Kraft getretene REACH-Verordnung ist europaweit langfristig mehr Sicherheit im Umgang mit Chemikalien zu erwarten. In den nächsten elf Jahren soll mehr als 90 % des Marktvolumens an Chemikalien – rund 30.000 Stoffe – registriert werden. Durch REACH sind  Unternehmen, die Chemikalien in Verkehr bringen, für Informationen über die Stoffe und ihre Wirkung verantwortlich.

 

Die europäische Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) regelt die Registrierung, Bewertung und Zulassung chemischer Stoffe. REACH bedeutet eine grundlegende Reform der europäischen Chemikaliengesetzgebung. Insbesondere kleine und mittlere Betriebe, die Chemikalien, Zubereitungen oder Erzeugnisse verwenden, haben erstmals chemikalienrechtliche Verpflichtungen.

 

Ein Großteil der Bestimmungen der REACH-Verordnung wird am 1. Juni 2008 wirksam, bereits jetzt sind allerdings die neuen Informationspflichten zu beachten, wobei sicherheitsrelevante Angaben in beide Richtungen der Lieferkette weitergegeben werden müssen. Für Chemikalien, die in Mengen von mehr als einer Tonne pro Hersteller oder Importeur und Jahr hergestellt oder importiert werden, müssen die Hersteller/Importeure Registrierungen übermitteln, die in einer zentralen Datenbank gesammelt werden. Dazu sind Angaben über ihre Eigenschaften, Verwendungen und den sicheren Umgang zu machen.

REACH-Helpdesk

Die Website www.reachhelpdesk.at bietet ein auf Klein- und Mittelbetriebe zugeschnittenes Informationsangebot über die neue REACH-Verordnung, die am 1. Juni 2007 europaweit in Kraft tritt. Auf www.reachhelpdesk.at, unter +43 1 3100 472 oder per E-Mail an office@reachhelpdesk.at erhalten UnternehmerInnen Anleitungen zur REACH-Verordnung sowie Erläuterungen zu Fristen und Verpflichtungen. Häufig gestellte Fragen und Antworten sind in einem Katalog zusammengestellt. Der österreichische REACH-Helpdesk wird vom Umweltbundesamt im Auftrag des Lebensministeriums betreut.

 

Für Unternehmen bietet der REACH-Helpdesk auch die Möglichkeit, ihre Anregungen und Angebote zu REACH-Dienstleistungen sowie ihre REACH-policy im Rahmen des Public Private Partnership zu präsentieren. Ebenso gefragt sind Konzepte, durch die betriebswirtschaftliche Vorteile, etwa die Anwendung von Geschäftsmodellen wie z.B. Chemikalien-Leasing, erreicht werden können.

 

Weitere Informationen:

Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, mobil 0664/611 90 94

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