Stand der Technik zur Span- und Faserplattenherstellung

(23.1.2007) In der aktuellen, umfassenden Studie „Stand der Technik zur Span- und Faserplattenherstellung“ des Umweltbundesamt wird der Status von Herstellungsverfahren, Einsatzstoffen, Produkten, anlagenspezifischen Emissionen und Maßnahmen zur Emissionsreduktion dargestellt. Neben einer Beschreibung der Anlagen in Österreich und Luxemburg bietet die Untersuchung einen Überblick über die Plattenproduktion in Finnland, Belgien sowie den USA.

Herstellungsverfahren und Emissionssituation

In der Span- und Faserplattenproduktion werden sowohl im Nass- als auch im Trockenverfahren Technologien mit hohen Umweltauswirkungen – Trockner, Pressen, Feuerungs- und Beschichtungsanlagen – eingesetzt. Für Trockner und Pressen gibt es derzeit keine bundesweite Regelung des Standes der Technik. Schadstoffe, die im Herstellungsverfahren abhängig von der Technologie freigesetzt werden können, sind Staub, organischer Kohlenstoff, organische Säuren, Formaldehyd, Salzsäure, Phenol, NH3, NOX, SO2, CO und PCDD/F. Aktueller Trend in der Span- und Faserplattenindustrie ist ein vermehrter Einsatz von Biomasseanlagen, Ökostromanlagen sowie Anlagen, die Abfälle mitverbrennen.

 

In der Studie werden für die eingesetzten Technologien auch die Emissionswerte nach dem Stand der Technik dargestellt, die mit den angegebenen Minderungsmaßnahmen erreichbar sind. Die verwendeten Brennstoffe werden ebenfalls angeführt, sowie auf die effiziente Nutzung der Energie eingegangen.

In Österreich betriebene Werke

In Österreich werden insgesamt 2,5 Mio. m³ Spanplatten, Faserplatten und MDF mittels Nass- und Trockenverfahren produziert. Der jährliche Rohstoffbedarf beträgt über vier Mio. Festmeter Holz. Daraus werden jährlich in Österreich etwa zwei Mio. m3 Spanplatten hergestellt, die zu mehr als 80 % exportiert werden, außerdem werden 0,45 Mio. m3 MDF-Platten sowie ca. 50.000 t Faserplatten erzeugt. Österreichische Plattenhersteller produzieren europaweit an 40 Standorten und sind weltweit tätig.

 

Weitere Informationen

Pressestelle Umweltbundesamt

Ingeborg Zechmann, Mobil: 0664/611 90 94

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