Fisch für die Zukunft?

(2.2.2007) - Der internationale Weltfeuchtgebietstag am 2. Februar erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention - das Übereinkommen über den Schutz von Feuchtgebieten, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel - am 2.2.1971 in der iranischen Stadt Ramsar. Der Weltfeuchtgebietstag 2007 steht unter dem Motto: Fisch für die Zukunft? In Österreich sind die Flüsse im Osten und Südosten besonders reich an Fischarten.

Aus der Donau und ihren Altarmen sind gegenwärtig insgesamt 54 heimische Fischarten bekannt. Als artenreich gelten auch Drau, Inn, Mur, Lafnitz und Sulm. In den Salzkammergutseen sind einige besondere Arten, die in Österreich nur hier vorkommen, beheimatet. Viele Fischarten in Österreich stehen allerdings auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

Fischarten auf der Roten Liste

Im neuen Band der Grünen Reihe des Lebensministeriums werden die 75 heimischen Fischarten u. a. wie folgt eingestuft: Sieben Arten, wie z.B. der Aal, sind regional ausgestorben, da deren Wanderwege durch Wehre und Staumauern unterbrochen wurden. 39 Arten (46%) werden in einer der drei Gefährdungskategorien angeführt. 26 Arten (31%) sind nicht gefährdet, allerdings stehen 9 Arten (11%) in der Vorwarnstufe. Die größte Artengruppe (18 Arten oder 22%) ist in der Gefährdungskategorie „stark gefährdet“ zu finden. Sie umfasst typische Arten der Donau und March, wie z.B. Karpfen, Nerfling, Streber und Huchen. Die Ursachen für diese negative Entwicklung waren in der Vergangenheit vor allem flussbaulichen Eingriffe und die Abtrennung von Augewässern. Dies führte bei vielen Arten zu Bestands- und Arealverlusten.

 

Weitere Informationen:

Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, +43 664/611 90 94