Konferenz: Natura 2000-Training

© Umweltbundesamt v.l.n.r.: Wolfgang Suske (Projektleiter), Andras Demeter, Ladislav Miko (beide Europ. Kommission), Klaus Wanninger (LACON)

(14.2.2007) Eine internationale Konferenz von 14. bis 15. Februar in Wien bildet den Abschluss eines zweijährigen Natura 2000-Trainings für zwölf neue EU-Mitgliedstaaten. Thema sind die Erfahrungen der neuen Mitgliedstaaten bei der Anpassung an den Biotop- und Artenschutz im Schutzgebietsnetz Natura 2000, bei der sie von Umweltbundesamt, BfN, WWF Austria, Büro Knoll und LACON unterstützt wurden.

 

Mit einer Konferenz von 14. bis 15. Februar 2007 schließt das Umweltbundesamt gemeinsam mit seinen Projektpartnern BfN, WWF Austria, Büro Knoll und LACON seine zweijährige Beratungstätigkeit im EU-Trainingsprogramm für Natura 2000 ab.

Ziel des Projekts war die Unterstützung der zwölf neuen EU-Mitgliedsstaaten und dem Beitrittskandidaten Kroatien bei allen notwendigen Schutzmaßnahmen zur Implementierung des europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000.

 

Im Vordergrund der Konferenz steht der Erfahrungsaustausch unter den Staaten Ungarn, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Bulgarien, Zypern und Malta, die vom Projektteam beraten wurden. Sie haben sich mit ihrem EU-Beitritt dazu verpflichtet, ihre wertvollsten Ökosysteme nach der Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu schützen. Das Natura 2000-Netzwerk Europas wächst damit um 18 Millionen Hektar an.

Projektetappen

Von Jänner 2005 bis Jänner 2007 wurden mit den zuständigen Behörden in jedem einzelnen der neuen Mitgliedstaaten in vier Projektetappen alle Fragen und Probleme im Zusammenhang mit Natura 2000 bearbeitet.

 

Zunächst wurden Beratungsbedarf, Erfordernisse und Ansprüche an das Training mit Expertinnen und Experten aus den neuen Mitgliedsstaaten abgeklärt. Im nächsten Schritt wurde Trainingsmaterial entwickelt, das in Workshops in allen Projektteilnehmer-Ländern zum Einsatz kam. Insgesamt ca. 550 VertreterInnen von Behörden, die mit Umweltthemen betraut sind, nahmen an diesen Workshops teil, diskutieren wichtige offene Punkte und Hürden im Natura 2000-Prozess. Behandelt wurden von der Gestaltung von Verträglichkeitsprüfungen, über Fonds für die Finanzierung dieser Schutzgebiete zu Verfügung stehen bis hin zu Erfahrungen aus Planung und Management der Schutzgebiete.

 

Im Anschluss daran wurden die Trainingsunterlagen entsprechend der Erfahrungen aus den Workshops überarbeitet und zur Verfügung gestellt.

 

Trainingsprogramm für Natura 2000

 

Mit diesem Projekt wollte die Europäische Kommission den neuen Mitgliedstaaten die Erfahrungen mit der Implementierung von Natura 2000 rasch zu Verfügung stellen. Für die zentrale Beratungsfunktion in diesem wichtigen Naturschutzprojekt wurde das Umweltbundesamt ausgewählt. Mit der Leitung des Projekts hat das Umweltbundesamt DI Wolfgang Suske beauftragt, der auf langjährige praktische Erfahrungen mit Natura 2000 in Österreich zurückgreifen kann.

 

Einerseits ermöglicht das Trainingsprogramm für Natura 2000 damit, aus den Fehlern im Natura 2000-Prozess zu lernen und andererseits den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen Behörden unterschiedlicher Länder weiter zu entwickeln.

Weitere Informationen:
Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt,
Mobil: + 43 664/611 90 94

Infobox

Daten

Konferenzprogramm [PDF, 58KB]

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