Wald in Schutzgebieten

(7.3.2007) Mehr als ein Viertel der österreichischen Wälder liegt in Gebieten, die naturschutzrechtlich geschützt sind. Für sie gelten je nach Schutzstatus unterschiedliche Bestimmungen. Das Umweltbundesamt untersuchte im Auftrag des Lebensministeriums erstmals das Ausmaß der geschützten Waldflächen und den Beitrag des jeweiligen Schutzstatus zur Sicherung der biologischen Vielfalt. Die Ergebnisse zeigen: Nahezu 89% der Waldflächen in Schutzgebieten werden uneingeschränkt forstlich bewirtschaftet. Auf etwa 9% werden Maßnahmen für die Biodiversität des Waldes gesetzt. Weniger als drei Prozent dieser Waldfläche werden forstlich nicht genutzt und sind nahezu unberührt. Diese Flächen befinden sich im Wesentlichen in den Kern- und Naturzonen der Nationalparks und umfassen, auf die gesamte österreichische Waldfläche umgelegt, rund 0.7% oder rund 28.000 ha.

 

Um beurteilen zu können, wie wirksam die biologische Vielfalt der österreichischen Waldgebiete geschützt ist, wurden sie den Klassen der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (MCPFE) zugeordnet. Ein Beispiel dafür ist die Karte mit Schutzgebieten in Vorarlberg in der Infobox.

Schutzstatus (MCPFE-Klasse) Waldfläche (ha) Anteil am geschützten Wald in Österreich Anteil am gesamten österreichischen Wald
Minimale Eingriffe (1.2) 28.138 2,8% 0,7%
Gezielte Eingriffe (1.3) 88.538 8,7% 2,3%
Landschaftsschutz (2) 902.470 88,6% 23,2%
Summe 1.019.146 100,0% 26,2%

Weitere Informationen:

Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt,
Mobil +43 (0) 664/611 90 94