Internationaler Tag gegen Lärm

25. April 2007

(25.4.2007) Seit 1995 findet jedes Jahr der vom Verband der Gehörgeschädigten (League for the Hard of Hearing) initiierte "International Noise Awareness Day", der Tag gegen Lärm, statt. Ziel der Aktivitäten an diesem Tag ist, Lärm als Umweltthema ins Bewusstsein zu rufen. Der Tag gegen Lärm 2007 findet im deutschsprachigen Raum am 25. April statt.

 

Der Verband der Gehörgeschädigten ruft dazu auf, sich von 14.15 bis 14.16 Uhr eine Minute Ruhe vom täglichen Umgebungslärm zu gönnen. Diese Minute soll demonstrieren, welchen Einfluss Lärm auf das Gehör und die Gesundheit hat.

Lärm als Umweltthema

Lärm kann nicht nur lästig sein sondern auch die Gesundheit schädigen. Eine Hörschädigung tritt im Allgemeinen erst ein, wenn man regelmäßig hohen Lärmbelastungen ausgesetzt ist. Aber auch andere Gesundheitsauswirkungen können - bereits bei niedrigeren Pegeln - von Lärm hervorgerufen werden. Lärm verursacht Stress, stört den Schlaf, beeinträchtigt Konzentration und Kommunikation und kann bei Kindern zu einem verringerten Lernvermögen führen. Die Wirkung hängt nicht nur von der Lautstärke ab. Auch die Art des Lärms und die Einstellung des Betroffenen spielen eine Rolle.

 

In Österreich werden zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um die Belastung zu verringern. Mit dem Bundes-Umgebungslärmschutzgesetz, das im Juli 2005 erlassen wurde, werden ab dem Jahr 2007 strategische Lärmkarten zur Verfügung stehen. Diese sollen aber nicht nur aufzeigen, wo es laut ist und ob etwas getan werden muss. Langfristig gesehen stellen sie einen wichtigen Beitrag zu einer vorausschauenden Planung dar - damit viele Lärmprobleme gar nicht erst auftreten.

 

Jede und Jeder kann täglich selbst einen Beitrag zu einer ruhigeren Umwelt leisten: nach Verkehrslärm (Straßen-, Schienen- oder Flugverkehr) werden Nachbarinnen und Nachbarn am Häufigsten als Lärmquelle angeführt! Aber auch im Rahmen des persönlichen Mobilitätsverhaltens gibt es ausreichend Möglichkeiten, Lärm und den Ausstoß von Luftschadstoffen zu verringern, z.B. durch die Wahl des Verkehrsmittels oder die Fahrweise.