Risiko: Klimawandel – Dialog: Anpassung
(11.5.2007) Der erste Dialogschwerpunkt der Initiative Risiko:dialog steht im Zeichen des Klimawandels und der Anpassung. Für die ÖsterreicherInnen ist der Klimawandel laut einer Umfrage von Karmasin/Gallup Risikothema Nummer 1 der Zukunft. „Die Herausforderungen und die Anpassungserfordernisse für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Klimawandel und seinen Folgen sind unser gemeinsames Thema. Dazu wollen wir unterschiedliche Anliegen und Sichtweisen betroffener Interessensgruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, und Öffentlichkeit aufzeigen und einen Dialogprozess initiieren,“ erklärt Karl Kienzl, stv. Geschäftsführer Umweltbundesamt, die Entscheidung für den ersten Themenschwerpunkt der Initiative. „Wenn eine Gesellschaft ein so komplexes Thema wie das Leben mit dem Klimawandel bewältigen will, bedarf es neben Information und Orientierung auch eines offenen Gespräches, das unterschiedliche Wissenskulturen verbindet und damit neue Chancen eröffnet“, stellt Martin Bernhofer, der Leiter der Ö1 Wissenschaftsredaktion dazu fest. Ab Montag, 14. Mai 2007, stehen zwei Wochen lang Klimawandel, Anpassung und Anpassungsstrategien im Mittelpunkt auf der Dialogplattform www.risikodialog.at, in einer Dialogveranstaltung mit Stakeholdern und im Programm von Radio Österreich 1.
Klimawandel findet statt. Dadurch ist mit wirtschaftlichen, ökologischen und sozioökonomischen Folgen des Klimawandels zu rechnen, die durch die Reduktion der Treibhausgase nicht mehr vermieden werden können. Die unterschiedlichen Auswirkungen werden Gesellschaft, Interessensgruppen, Branchen und Regionen vor unterschiedliche Herausforderungen – legistisch, wirtschaftlich, privat – stellen. Im Rahmen des ersten Themenschwerpunktes der Initiative Risiko:dialog wird der Wissens- und Interessensaustausch zu den potentiellen Risiken der Klimawandelfolgen gefördert. Der initiierte Dialogprozess soll einen Beitrag dazu leisten, trotz Unsicherheit klimatologischer und ökonomischer Prognosen nachhaltige Anpassungsstrategien zu entwickeln, um langfristig die Verwundbarkeit von ökonomischen, sozialen und ökologischen Systemen zu reduzieren, die Anpassungsfähigkeit zu erhöhen und Chancen aufzuzeigen.
Radio Österreich 1: Leben mit dem Klimawandel – Folgen und Strategien
Im Rahmen des Ö1-Schwerpunkts "Risiko:dialog" widmen sich u. a. die Dimensionen zwischen 14. und 18. Mai, jeweils von 19:05 bis 19:30 Uhr dem Klimawandel, seinen Folgen für Österreich und Anpassungsmodellen, -szenarien und -strategien. Im Mittelpunkt der Sendereihe Radiokolleg steht zwischen 21. und 24. Mai, von 09:05 bis 10:00 Uhr der "Risiko:dialog" zu diesem Themenkomplex. TheoretikerInnen und PraktikerInnen diskutieren Strategien für den Umgang mit klimabedingten Veränderungen. Szenarien, Reportagen und Best-Practice Modelle sollen den Diskurs anregen und Handlungskompetenz vermitteln.
Klimawandel Risikothema Nummer 1
Für die ÖsterreicherInnen rangiert der Klimawandel als Risikothema an erster Stelle. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag von Umweltbundesamt und BMWF von Karmasin Marktforschung/Österreichisches Gallup Institut zum Thema Risiko durchgeführt wurde. Gefragt wurde unter anderem nach der zukünftigen Relevanz verschiedener Risikothemen aus Gesundheit, Technologien und Umwelt. Für Interessierte steht die Frage nach Risikothemen im Forum der Dialogplattform www.risikodialog.at zur Diskussion.
Die potentiellen Risiken, Herausforderungen durch den Klimawandel und Herangehensweisen an die Anpassung werden derzeit auch auf europäischer Ebene diskutiert. In den nächsten Monaten sollen die Ergebnisse in einem Grünbuch der Europäischen Kommission zum Klimawandel zusammengefasst werden. Der Risiko:dialog ist dazu ein erster Schritt in der nationalen Auseinandersetzung.
Initiative Risiko:dialog
Die Initiative Risiko:dialog von Radio Österreich 1 und Umweltbundesamt initiiert und gestaltet Dialoge zu Risikothemen mit potentiellen Auswirkungen auf Umwelt, Technologie, Wirtschaft und Gesundheit. Ziel der Initiative Risiko:dialog ist, eine Dialogkultur zu potenziellen und aktuellen Risikothemen zu fördern, Orientierungshilfen für Einzelne wie für die Gesellschaft zu bieten, Trends in der Risikowahrnehmung der Gesellschaft zu erkennen. Sie fördert den Wissenstransfer zwischen Interessensgruppen, bietet eine Plattform für eine lebendige Wissenskultur und trägt zu einer fundierten Risikobewertung, Risikokommunikation und zu einem vorsorgendem Risikomanagement bei. Unterstützt wird die Initiative Risiko:dialog von den Partnerinstitutionen Lebensministerium, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF), Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und Universität für Bodenkultur (BOKU). Als erster Sponsorpartner konnte die Verbund-Austrian Power Grid AG gewonnen werden.
Weitere Informationen:
Petra Wiener, Pressestelle Umweltbundesamt, petra.wiener@umweltbundesamt.at, Tel. 01/31304-5432
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