Stand der Verdachtsflächen und Altlasten 2006

(14.5.2007) Im Bericht „Verdachtsflächenkataster und Altlastenatlas“ bietet das Umweltbundesamt jährlich einen Überblick über Altablagerungen und Altstandorte, über Verdachtsflächen sowie über den Status der Altlastensanierung in Österreich.

 

Im Jahr 2006 stieg die Zahl der registrierten Altablagerungen und Altstandorte in Österreich um 3.500 auf insgesamt 48.700 an. Grund für diesen Anstieg sind vor allem Anstrengungen der Ämter der Landesregierungen, in Projekten in den Bundesländern Altstandorte systematisch zu erfassen. Bei den eingetragenen Verdachtsflächen, bereits untersuchte Altablagerungen und Altstandorte, ist seit 1998 erstmals wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Mit 1. Jänner 2007 sind in Österreich 2.100 Verdachtsflächen – 70 mehr als im Vorjahr – im Verdachtsflächenkataster eingetragen. Erfasst werden Altablagerungen und Altstandorte genauso wie Verdachtsflächen von den Ämtern der Landesregierungen. Im Verdachtsflächenkataster, der vom Umweltbundesamt geführt wird, sind solche gemeldeten Altablagerungen und Altstandorte eingetragen, von denen erhebliche Gefahren für die Gesundheit des Menschen oder die Umwelt ausgehen können.

 

Wird der Verdacht einer erheblichen Umweltgefährdung durch eine Verdachtsfläche durch Untersuchungen bestätigt, wird die Fläche in den Altlastenatlas eingetragen. Mit 1. Jänner 2007 waren 160 Altlasten im Altlastenatlas eingetragen. Im Jahr 2006 wurden acht neue Altlasten ausgewiesen und acht Altlasten saniert bzw. gesichert. Seit In-Kraft-Treten des Altlastensanierungsgesetzes 1989 konnten insgesamt 78 Altlasten erfolgreich saniert oder gesichert werden. Bei weiteren 67 Altlasten werden derzeit Sanierungs- oder Sicherungsmaßnahmen getroffen.

Altlastensanierungsgesetz

Grundlage für die Erfassung von Altablagerungen und Altstandorten ist das Altlastensanierungesgesetz. Es sieht eine Untersuchung von Verdachtsflächen und eine Bewertung der Umweltgefährdung, die von Altablagerungen und Altstandorten ausgeht oder ausgehen kann, vor. Die Informationen, die das Umweltbundesamt sammelt und bearbeitet, werden von den Ämtern der Landesregierungen im Rahmen der Meldeverpflichtungen an das Lebensministerium zur Verfügung gestellt.

 

Weitere Informationen:

Petra Wiener, Pressestelle Umweltbundesamt, petra.wiener@umweltbundesamt.at, Tel. 01/31304-5432

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