Ergebnisse der 8. CLEEN-Konferenz

(16.5.2007) Im Onlinehandel wird in 80% der Fälle gegen die für den Handel von gefährlichen Chemikalien geltenden Vorschriften verstoßen. Bei den Sicherheitsdatenblättern, der korrekten Kennzeichnung der Chemikalien, der Werbung und weiteren wichtigen Aspekten eines sicheren Chemikalienhandels wurden ebenfalls grobe Mängel festgestellt. Diese Ergebnisse aus dem Projekt e-Commerce, in dem ExpertInnen 2006 den Onlinehandel mit gefährlichen Chemikalien untersuchten, wurden bei der 8. CLEEN-Konferenz von 14.-16. Mai 2007 in Krakau, Polen, vorgestellt. CLEEN (Chemicals Legislation European Enforcement Network) ist ein Europäisches Netzwerk von Vollzugsbehörden, dessen Ziel der koordinierte und verbesserte Vollzug der Chemikaliengesetzgebung besteht.

 

Weitere Ergebnisse aus CLEEN-Projekten: Nur 2,5% der im EurAzos Projekt analysierten 361 Produkte beinhalteten verbotene Azofarbstoffe, es zeigte sich jedoch, dass die in der Gesetzgebung vorgeschriebenen Analysemethoden verbessert werden müssen. Außerdem wurde ein neues Projekt zur Kontrolle des Nickelverbotes vorgeschlagen, einer Substanz, die in hohem Grade allergieauslösend wirkt.

Die jährlichen CLEEN-Konferenzen dienen in erster Linie dem regelmäßigen Informationsaustausch zwischen den CLEEN-TeilnehmerInnen und anderen Beteiligten wie der Europäischen Kommission, StakeholderInnen und NGOs. Die umfangreichen Erfahrungen von CLEEN sollen für den Vollzug der EU-Chemikalienverordnung REACH, die am 1. Juni 2007 in Kraft tritt, genutzt werden. Teil der Umsetzung von REACH ist die Einrichtung der Plattform Forum, die sich mit Fragen des Vollzuges beschäftigt. Eine enge Kooperation zwischen der Plattform Forum und dem bestehenden CLEEN bietet sich an, da das Netzwerk CLEEN in der letzten 10 Jahren vielfältige Erfahrungen sammeln konnte.

 

Weitere Informationen:
Petra Wiener, Pressestelle Umweltbundesamt, petra.wiener@umweltbundesamt.at, Tel. 01/31304-5432

Infobox

Links

CLEEN Europe

Verwandte Themen

Chemikalien

REACH