Weißbuch für Abfallvermeidung und -verwertung in Österreich

Neue Umweltbundesamt-Publikation

(5.6.2007) Die Ziele der österreichischen Abfallvermeidung und -verwertung sind die Reduktion von Emission und Schadstoffen sowie die Schonung und der effiziente Einsatz unserer Ressourcen. Das im Auftrag des Lebensministeriums vom Umweltbundesamt erstellte Weißbuch bietet nun eine Handlungsanleitung in den Bereichen Nachhaltige Produktion, Eco-design, effiziente Dienst-leistungen und Nachhaltiger Konsum für die Entwicklung von zukünftigen Abfallvermeidungs- und -verwertungsprogrammen in Österreich. Es soll dabei helfen, die Herausforderungen, auf die österreichische Abfallwirtschaft und die österreichische Umweltpolitik zukommen, zu bewältigen.

 

Sozio-ökonomische Trends wie kleinere Familien, ein vermehrter Anteil von Single-Haushalten, der Wunsch nach dem Einfamilienhaus im Grünen und steigender Konsum als Zeichen eines höheren Lebensstandards führen dazu, dass das Abfallaufkommen in Österreich stetig wächst. Nachhaltige Abfallvermeidung und -verwertung kann einen Beitrag dazu leisten, die Auswirkungen dieser gesellschaftlichen Trends zu bewältigen.

Aufbauend auf den Erfahrungen bisheriger Abfallvermeidungs- und -verwertungsprogramme werden Instrumente und Best-Practice-Beispiele vorgestellt, mit denen negative Umweltauswirkungen und der Ressourcenverbrauch minimiert werden können. Das neue Weißbuch bietet eine Anleitung, wie diese Maßnahmen zu einem Maßnahmenprogramm zusammengestellt werden können. Eine breite Palette an bereits umgesetzten oder zur Diskussion gestellten Maßnahmen kann als Ideengeber für neue Projekte in der Abfallwirtschaft genutzt werden und dient als Grundlage für Institutionen, die in Österreich Initiativen zur Abfallvermeidung- oder -verwertung setzen.

 

Das Lebensministerium hebt die Bedeutung der Abfallvermeidung und -verwertung mit einem Schwerpunkt im Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2006 hervor. Das neu erschienene Weißbuch des Umweltbundesamt soll der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung, den Interessenverbänden und der Forschung Anregungen für Initiativen zur Abfallvermeidung- oder Abfallverwertung liefern.

 

Weitere Informationen:

Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt,

Mobil: 0664/611 90 94

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