Proben aus Donauexpedition im Umweltprüflabor

(28.8.2007) Im Rahmen der internationalen Flussexpedition „Joint Danube Survey 2“ an der Donau werden an insgesamt 95 Untersuchungsstellen die Qualität des Wassers, der Sedimente und Schwebstoffe sowie die biologische Besiedelung geprüft. Zusätzlich zur Donau werden auch die Nebenflüsse Inn, March, Drau, Theiß, Save, Große Morava, Arges, Olt, Iskar, Russenski Lom, Jantra und Prut in die Untersuchungen einbezogen. Ein Teil der Analysen, die nicht in den Schiffslabors untersucht werden, wird in Österreich im Umweltbundesamt durchgeführt. Im Auftrag des Lebensministeriums und der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau werden im Umweltprüflabor im nächsten halben Jahr Wasser-, Sediment-, Biota- und Schwebstoffproben auf die Stoffgruppen Organozinnverbindungen und Organochlorverbindungen untersucht. Weitere Wassergüteparameter werden in darauf spezialisierten privaten und staatlichen Labors, die Partner der Donauexpedition sind, geprüft.

 

Organisiert wird die weltweit größte wissenschaftliche Flussexpedition im Jahr 2007 von der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD), einem der größten Netzwerke von WasserexpertInnen in Europa. Ziel der IKSD ist die Umsetzung des Donauschutzübereinkommens und die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Joint Danube Survey 2

Drei Schiffe starteten am 14. August 2007 von Regensburg aus ihre Donaureise über eine Länge von 2.375 Kilometern durch zehn Länder. An Bord sind WissenschafterInnen aus Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn, Serbien und Rumänien. Ziel dieser zweiten gemeinsamen Donau-Messfahrt – Joint Danube Survey 2 – ist es, durch Zusammenarbeit aller Donaustaaten einen umfassenden Überblick über den chemischen und ökologischen Zustand der Donau und der Mündungsbereiche bedeutender Nebenflüsse zu erheben. Ende September werden die Schiffe das Donaudelta erreichen.

 

Bei den Probeentnahmen und den Analysen an Bord der Schiffe unterstützen nationale ForscherInnenteams auf den Flussabschnitten in ihren jeweiligen Ländern.

 

Weitere Informationen:

Petra Wiener, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel. 01/313 04-5432, petra.wiener@umweltbundesamt.at