EEA-Bericht: Verkehr und Umwelt
(5.3.2008) Die Europäische Umweltagentur (European Environment Agency, EEA) drängt in ihrem aktuellen Bericht „Climate for a transport change“ auf drastische Verbesserungen und klare Ziele im Verkehrssektor, um die Treibhausgasemmissionen zu verringern.
Der Personen- und Güterverkehr in der Europäischen Union nimmt stetig zu, die Belegungsraten von Privatfahrzeugen sinken, die Effizienz des Warenverkehrs ist mangelhaft. Trotz technologischer Forschritte steigen die verkehrsbedingten Emissionen, die Lärm und Luftverschmutzung verursachen und die biologische Vielfalt verringern. Zu diesem Schluss kommt der Bericht „Climate for a transport change“, der Anfang März dem Ausschuss des Europäischen Parlaments zum Klimawandel in Brüssel vorgestellt wurde. Die EEA empfiehlt europäischen PolitikerInnen daher, anspruchsvolle, aber realistische Ziele für den Verkehrssektor festzulegen und gleichzeitig die Verkehrsnachfrage ernsthaft und objektiv anzugehen.
Die Ergebnisse des EU-weiten Berichts belegen darüber hinaus, dass die freiwilligen Verpflichtungen der Automobilhersteller, die Effizienz von Fahrzeugen zu verbessern, nicht zu gewünschten Resultaten führen. „Die Regierungen und die Bürger müssen ihren Ansatz zur Verkehrspolitik radikal überdenken – wenigstens in ihrem eigenen Interesse zum Schutz ihrer Gesundheit. Wir können weniger effiziente Verkehrsarten nicht weiter privilegieren“, so Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EEA.
Etwa zwölf Prozent der gesamten CO2-Emissionen in der EU werden durch die Kraftstoffverbrennung von PKWs verursacht. Der internationale Flug- und Seeverkehr ist von den Treibhausgasemissionszielen ausgenommen, unter anderem aufgrund der Schwierigkeiten, Emissionen einem bestimmten Land zuzuweisen.
Regelmäßiger Bericht zu Verkehr und Umwelt
Der Bericht „Climate for a transport change“ ist die jährliche Veröffentlichung der EEA im Rahmen des Transport and Environment Reporting Mechanism (TERM), der die Fortschritte und Wirksamkeit von Ansätzen zur Integration von Verkehrs- und Umweltstrategien analysiert.
Die EEA hat ihren Sitz in Kopenhagen. Ziel der Agentur ist es, durch die zeitnahe Bereitstellung von zielgerichteten, relevanten und zuverlässigen Informationen für politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit zu einer deutlichen und messbaren Verbesserung der Umwelt Europas beizutragen.
Weitere Informationen:
Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, mobil +43 664/611 90 94
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