Deponiegas: Mengen und Behandlung

(04.12.2008) Vom Umweltbundesamt wurden die Deponiegasmengen auf österreichischen Deponien für die Jahre 2002 bis 2007 erhoben und die Arten der Gasbehandlung beschrieben. Die im Erhebungszeitraum erfassten Deponiegasmengen sind rückläufig, die Methangaskonzentration sank und die Menge des verstromten oder thermisch genutzten Deponiegases nahm ab.

 

Deponiegas entsteht durch biochemische Abbauprozesse von organischen Abfällen, und enthält vor allem Methan und Kohlendioxid. Die Sammlung und Behandlung von Deponiegas ist eine wirksame Maßnahme, um Emissionen des Treibhausgases Methan zu vermindern.

 

In einer aktuellen Studie wurde eine Zeitreihe der erfassten und behandelten Deponiegasmengen auf österreichischen Deponien für die Jahre 2002 bis 2007 erstellt und die Arten der Gasbehandlung beschrieben. Erhoben wurde per Fragebogen, bei den kontaktierten Unternehmen handelt es sich um in Betrieb stehende Massenabfalldeponien und um bereits geschlossene Standorte, auf denen große Mengen Haus- und Restmüll abgelagert wurden.

 

Es zeigte sich, dass im Erhebungszeitraum die erfassten Deponiegasmengen rückläufig sind. Diese beliefen sich im Jahr 2002 auf 61,2 Mio. m³ und verringerten sich um rund 30% auf 43,3 Mio. m³ im Jahr 2007, die Methankonzentration sank im selben Zeitraum von 47,4% auf 43% ab. Die Hauptursache dafür ist die geänderte Zusammensetzung der abgelagerten Abfälle, deren organischer Kohlenstoffgehalt kontinuierlich abgenommen hat.

 

Bei der Art der Gasbehandlung überwiegt die Abfackelung ohne energetische Nutzung, knapp die Hälfte der 49 befragten Standorte verfügen ausschließlich über eine Hochtemperaturfackel, 21 Standorte verstromen das erfasste Deponiegas oder nutzen dieses thermisch. Die verwertete Gasmenge der letzteren Verfahren nahm über den betrachteten Zeitraum ab.

 

Weitere Informationen
Christine Schatz, Pressestelle Umweltbundesamt, christine.schatz@umweltbundesamt.at, Tel. +43 (1) 31304-5434