Neobiota - Gewinner des Klimawandels?

Fachtagung Neobiota und Klimawandel

(Wien, 23. April 2009) Die Tagung Neobiota und Klimawandel am 24. April 2009 in Wien widmet sich den Auswirkungen des Klimawandels auf gebietsfremde Arten in Österreich und Europa. Bei der gemeinsamen Veranstaltung von Lebensministerium, Umweltbundesamt und Universität Wien präsentieren ExpertInnen aus dem deutschsprachigen Raum neue Forschungsergebnisse und diskutieren über aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen für den Naturschutz.

Gebietsfremde Pflanzen-, Pilz- und Tierarten, die durch menschliche Aktivitäten in neue Regionen gelangen (Neobiota) sind im Naturschutz in den letzten Jahren zu einem wichtigen Thema geworden: Der Grund dafür liegt in der steigenden Zahl problematischer Neobiota, die Lebensräume verändern, die Gesundheit gefährden oder zu Ernteverlusten in der Landwirtschaft führen.

Ungefähr 11.000 Neobiota sind bislang in Europa bekannt, rund 2.000 kommen auch in Österreich vor. Zukünftig könnten es noch mehr werden. Der Klimawandel begünstigt die Etablierung und Ausbreitung von Neobiota, da diese sich veränderten Umweltbedingungen rascher anpassen als andere Arten. Die Kosten, die zum Beispiel die Bekämpfung von Neobiota oder Ertragsverluste verursachen, belaufen sich nach einer vorläufigen Kalkulation der Europäischen Kommission auf rund 12 Milliarden Euro pro Jahr.

Tagung Neobiota und Klimawandel

Neobiota gelten als Gewinner des Klimawandels. Immergrüne Laubbäume und Palmen in den Wäldern der Südschweiz lassen auf eine Entwicklung schließen, die auch in Österreich statt finden kann. Auswirkungen des Klimawandels auf Neobiota in Österreich und zukünftige Strategien im Naturschutz, in Land- und Forstwirtschaft stehen im Mittelpunkt der Fachtagung am 24. April 2009 am Fakultätszentrum Biodiversität der Universität Wien. WissenschafterInnen aus dem deutschsprachigen Raum geben einen Überblick über Neobiota in Österreich, Deutschland und Europa, präsentieren neue Forschungsergebnisse und diskutieren über aktuelle Entwicklungen und Gegenmaßnahmen.

Termin: Freitag, 24. April 2009, 09:30-17:15
Ort: Fakultätszentrum Biodiversität der Universität Wien
Rennweg 14, 1030 Wien

 

Weitere Information:

Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, mobil +43 664/611 90 94