Emissionstrends 1990-2007

Die Österreichische Luftschadstoff-Inventur im Überblick

(Wien, 10. Juli 2009) - Im jährlichen Trendbericht gibt das Umweltbundesamt einen Überblick über die Entwicklung der Luftschadstoffemissionen in Österreich und deren Verursacher. Die Emissionsdaten bis 2007   der Ozonvorläufersubstanzen, versauernd und eutrophierend wirkenden Luftschadstoffe, Schwermetalle, persistenten organischen Verbindungen (POPs) sowie von Staub und den Treibhausgasen werden analysiert und bestehenden Umweltzielen gegenübergestellt.

Emissionstrends Stickoxide (NOx), NMVOC, Ammoniak (NH3) und Schwefeldioxid (SO2)

Im Jahr 2007 wurden in Österreich rund 163.000 Tonnen NOx emittiert. Die im Emissionshöchstmengengesetz-Luft (EG-L) für 2010 vorgeschriebene Emissionshöchstmenge (103.000 Tonnen) wurde damit deutlich überschritten. Die NMVOC-Emissionen liegen 2007 bei ca. 176.000 Tonnen und damit ebenfalls noch über der zulässigen Emissionshöchstmenge (159.000 Tonnen) für 2010. Die Emissionen von NH3 im selben Jahr betragen ca. 66.000 Tonnen und entsprechen in etwa dem EG-L-Zielwert für 2010, jene von SO2 - ca. 25.600 Tonnen - liegen bereits seit einigen Jahren darunter.

Derzeit wird von der Europäischen Kommission ein Vorschlag zur Revision der Emissionshöchstmengenrichtlinie (NEC-RL) vorbereitet. Vorgesehen ist eine Aktualisierung der Zielwerte für die einzelnen Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2020 und eine Erweiterung um die primären Emissionen von PM2,5.

Emissionstrend Staub

Die neuesten Ergebnisse der Österreichischen Luftschadstoffinventur (OLI)  zeigen für Schwebestaub (TSP) Emissionen in der Höhe von 74.400 Tonnen (2007). Das entspricht einem Anstieg um 10,5 % gegenüber 1990 und einer Abnahme um 3,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Emissionen von PM10 haben seit 1990 um 2,7% zugenommen und betragen 2007 ca. 43.000 Tonnen, die PM2,5-Emissionen haben hingegen um 6,5% abgenommen und liegen bei ca. 22.600 Tonnen.  

Emissionstrends Schwermetalle und POPs

Die Emissionen der Schwermetalle und persistenten organischen Verbindungen (POPs) blieben in den letzten Jahren konstant.

Grundlage für diesen Bericht sind die aktuellen Ergebnisse der Österreichischen Luftschadstoff-Inventur (OLI), die jährlich vom Umweltbundesamt erstellt wird.

Weitere Informationen:

Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, mobil + 43664/611 90 94