Risiko Energie-gesellschaft
(Wien, 25. November 2009) Zwischen Frühjahr 2008 und Herbst 2009 widmete sich der Risiko:dialog von Umweltbundesamt und Radio Österreich 1 dem Thema Energie. Der Report Ressourcen im Risiko:dialog bietet einen Überblick über die Aktivitäten der Plattform unter dem Fokus „Risiko Energiegesellschaft“. Ziel war es, einen Beitrag mit gesellschaftlichem Schwerpunkt zu kompetenter Risikokultur zu leisten und darüber hinaus Bewusstsein zu schaffen und Austausch anzuregen.
Die Zukunft der Energieversorgung ist eine der Schlüsselfragen dieses Jahrhunderts. Wie wird der steigende Bedarf von Energie befriedigt werden können? Was wird die Basis einer nachhaltigen Energieversorgung sein? Wie erreicht eine Gesellschaft eine Trendwende hin zu Energie effizientem Verhalten ohne Verlust von Lebensqualität.
Diese Fragen waren Ausgangspunkt für den Dialogschwerpunkt „Risiko Energiegesellschaft“ des Risiko:dialogs (Plattform von Umweltbundesamt und Radio Österreich 1). Der Bericht bietet einen Überblick über die Aktivitäten innerhalb des Dialogschwerpunkts Ressourcen, der sich dem Thema „Risiko Energiegesellschaft“ widmete.
Projektbeschreibung und Ziele
Die Aktivitäten des Projekts „Risiko Energiegesellschaft“ konzentrierten sich auf partizipativ ausgerichtete Dialogveranstaltungen. Zielsetzung war zum Thema nachhaltiger Umgang mit Energie Bewusstsein zu schaffen und Wissenszuwachs zu fördern, Austausch anzuregen und jenseits der Grenzen von Wissenschaft und Politik interdisziplinär zu vernetzen, Input in die österreichische Energiestrategie zu geben und einen Beitrag zur Meinungsbildung in einen spannenden gesellschaftlichen Prozess zu leisten. In den unterschiedlichen Phasen richtete sich das Projekt an unterschiedliche Zielgruppen wie BürgerInnen und diverse Interessengruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und NGOs. Um die Ziele und Zielgruppen zu erreichen, wurden folgende Aktivitäten gesetzt:
- Fokusgruppen: Erarbeitung, Präzisierung und Priorisieren der Themen für die BürgerInnenkonferenz, Rahmen für die inhaltliche Gestaltung des Science Events
- Science Event: Darstellung und Diskussion von Hintergrundinformationen und Zusammenhängen zum Thema „Risiko Energiegesellschaft“.
- BürgerInnenkonferenz: Im Zuge einer BürgerInnenkonferenz im März 2009 erarbeiteten 35 BürgerInnen in einem viertägigen gemeinsamen Lern-, Diskussions- und Abstimmungsprozess das Energie-Kommuniqué, das 45 Empfehlungen an die/den Einzelne/n, Wirtschaft und Politik zum Umgang mit Energie enthält.
- Diskussion der Ergebnisse der BürgerInnenkonferenz mit unterschiedlichen Stakeholdern: Parlamentsfraktionen, Interessensvertretungen, NGOs, Ministerien, Bundesländer, Unternehmen in Workshops. Besprechungen und Präsentationen.
- Medienbegleitung und Öffentlichkeitsarbeit: Klassische Pressearbeit, wissenschaftliche Sendungen auf Radio Österreich 1 zum Thema Energie und zur BürgerInnenbeteiligung; Ergebnisse in aktuellen Nachrichtenformaten und im Rahmen einer Dimensionen-Sendungen; kontinuierliche Hintergrundinformationen auf risikodialog.at und science.orf.at.
Nachhaltigkeit, Partizipation und Dialog
Wichtige Aspekte bei diesem Projekt waren Nachhaltigkeit und die Ausweitung von Teilhabe, Partizipation, Beteiligung und Teilhabe von Bürgern und BürgerInnen sind Qualitätskriterien bei der Gestaltung gesellschaftlicher Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse. Dabei stellt der Dialog als Methode für den Risiko:dialog das Hauptinstrument für die Etablierung einer kompetenten Risikokultur dar. Darüber hinaus waren weitere essenzielle Aspekte der BürgerInnenkonferenz der Umfang und die Ausrichtung des erarbeiteten Energie-Kommuniqués und dessen kontinuierliche Übergabe an alle am Prozess Teilhabenden und viele relevante Stakeholdergruppen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und NGOs mit der nachdrücklichen Aufforderung zu Stellungnahmen.
Der Dialogschwerpunkt wurde von der Initiative Risiko:dialog (Radio Österreich 1 und Umweltbundesamt) veranstaltet. Getragen wird der Risiko:dialog von den Partnern BMVIT, BMWFJ, BMWF, Lebensministerium, FFG, BOKU, Verbund-Austrian Power Grid AG, Der Standard.
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