Umweltbundesamt gewinnt 4. Twinning in Serbien

Im Fokus: Umweltinspektion

© Newman

(Wien, 4.8.2010) "Stärkung der serbischen Umwelt-inspektionen und der relevanten Stakeholder" ist das 91. Twinning-Projekt des Umweltbundesamt. Es ist nach Projekten zu Natura 2000, gefährlichen Abfällen und Chemikalien bereits das vierte Engagement in Serbien. "Gerade die Staaten des Westbalkans schätzen das Umweltbundesamt als verlässlichen und kompetenten Partner. Das Know-how unserer Expertinnen und Experten und unsere zehnjährige Erfahrung in der Beratung von Verwaltungen tragen wesentlich zu unserem Erfolg bei", erklärt Georg Rebernig, Geschäftsführer im Umweltbundesamt.

 

Im Rahmen der jüngsten Länderpartnerschaft unterstützen die Umweltbundesamt-ExpertInnen die serbischen Behörden dabei, die administrativen Strukturen für die Umweltinspektion aufzubauen und technisches Know-how für den Vollzug zu erwerben. Im Fokus stehen Anlagen- und Abfallrecht, Aspekte des Naturschutzes und des Chemikalienrechts, sowie Strahlenschutz und Lärm. Voraussichtlicher Start ist März 2011. An dem Projekt sind auch ExpertInnen der Bundesländer, des Lebensministeriums und des Innenministeriums sowie ExpertInnen aus acht alten und neuen EU-Mitgliedsstaaten beteiligt.

 

"Es freut mich besonders, wenn wir ein Projekt in einem Land gewinnen, in dem wir bereits aktiv sind. Das zeigt, dass unsere Expertinnen und Experten gute Arbeit leisten und die Partner daher weitere Projekte mit uns durchführen wollen", so Georg Rebernig.

Twinning-Spitzenreiter 2009

Seit 1999 engagiert sich das Umweltbundesamt in 21 Ländern in Ost- und Südosteuropa sowie in den Mittelmeer-Staaten. Wie erfolgreich das Umweltbundesamt dabei ist, zeigt ein Ranking des österreichischen Außenministeriums: Von allen heimischen Institutionen, die sich um Twinnings bewerben, konnte das Umweltbundesamt 2009 mit zehn gewonnen Projekten die meisten für sich entscheiden. Von diesen Länderpartnerschaften bestehen drei mit Serbien, zwei mit dem Kosovo und jeweils eine mit Kroatien, Mazedonien, der Ukraine, der Türkei und Bulgarien.

 

Die Themen reichen dabei von Chemikalien über Abfall- und Wasserwirtschaft bis hin zu Luftqualität, Naturschutz und Umweltreporting. Mit Juli 2010 befinden sich acht Projekte in Durchführung und weitere zehn im Stadium der Vertragsabstimmung.

Mehr Informationen

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04/5434