Test: Geringe Belastung von Fischen mit Ethoxyquin und Quecksilber

Das Umweltbundesamt hat im Auftrag der Arbeiterkammer NÖ 21 Proben aus Supermärkten untersucht

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Wien, 30. Juni 2016 - Fisch gilt oft wegen seines hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren als gesund. Zuchtfischen werden jedoch Antibiotika verabreicht und dem Futter wird Ethoxyquin zugesetzt, eine Substanz die für eine längere Haltbarkeit sorgt. Gewässer sind aufgrund der Umweltverschmutzung mit Schwermetallen wie Quecksilber belastet. Daher haben Umweltschützer in den letzten Jahren immer wieder vor dem Verzehr von Fisch gewarnt. Die Arbeiterkammer Niederösterreich ließ 21 Proben aus Supermärkten vom Umweltbundesamt auf Quecksilber und Ethoxyquin untersuchen. Das Ergebnis gibt Entwarnung: Die Belastung ist mäßig und nicht gesundheitsgefährdend.

 

Für Quecksilber gilt ein Grenzwert für die untersuchten Fischarten von 0,5 mg/kg. Da Ethoxyquin in Fischen gesetzlich nicht beschränkt ist, legte das Umweltbundesamt andere Kriterien zur Bewertung von Ethoxyquin in Fischen als Lebensmittel fest.

Die Ergebnisse im Überblick:

  • -In 11 Fischproben wurden weder Ethoxyquin noch Quecksilber in Konzentrationen über dem festgesetzten Bewertungskriterium nachgewiesen. Diese Fischproben wurden als sehr zufriedenstellend eingestuft.
  • In 9 Fischproben wurden geringe Konzentrationen an Ethoxyquin festgestellt, die daher als zufriedenstellend bewertet wurden.
  • Eine Fischprobe wurde als eingeschränkt zufriedenstellend eingestuft.

 

Alle untersuchten Fischproben sind laut Umweltbundesamt hinsichtlich der beiden untersuchten Substanzen für den Verzehr geeignet. Gundi Lorbeer, Leiterin der Prüfstelle im Umweltbundesamt, erläutert: „Die Grenzwerte für den Verzehr gewähren Sicherheit. Grundsätzlich sollten Schwangere und Stillende stark belastete Fischarten wie Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt oder Hecht meiden.“

 

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