Glyphosat im Radler

Umweltbundesamt testete 20 Biermischgetränke im Auftrag des VKI

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Wien, 4. Juli 2016 - Radler bestehen aus Bier und Limonade und sind gerade im Sommer als alkoholreduzierte oder alkoholfreie Erfrischungsgetränke beliebt. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nahm die Inhaltsstoffe von Radlern unter die Lupe und ließ sie auf ihren Zuckergehalt sowie ausgewählten Schadstoffe untersuchen. Das Umweltbundesamt analysierte im Auftrag des VKI 20 Radler auf ihren Gehalt an Glyphosat. Das Unkrautvernichtungsmittel kann über den Hopfen oder Getreide in das Bier gelangen und sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken.

 

Die Ergebnisse: Glyphosat war in 13 von 20 Produkten nicht nachweisbar. In 7 Radlern, alle alkoholhaltig, wurden Spuren dieses Pestizids gefunden. Sigrid Scharf, Leiterin des Business Development Umweltanalytik im Umweltbundesamt, meint zu diesem Ergebnis: „Die Glyphosat-Mengen, die wir bei unserer Analyse gemessen haben, liegen weit unter dem vorsorgeorientierten Grenzwert für Pestizide im Trinkwasser. Die Ergebnisse zeigen aber auch, wie weit verbreitet der umstrittene Wirkstoff ist. Zum Schutz von Mensch und Umwelt muss sein Einsatz – auch weiterhin - streng geprüft werden.“