Neuer Report zur Quecksilber-Belastung in Österreich

Umweltbundesamt bündelt Messdaten verschiedenster Umweltmedien

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Wien, 16. August 2016 – Das internationale Minamata-Abkommen über Quecksilber soll die menschliche Gesundheit und Umwelt vor den Gefahren durch Quecksilberbelastung schützen und die Einträge in die Umwelt minimieren. Quecksilber, ein Metall natürlichen Ursprungs, wird vielfältig eingesetzt und gelangt dadurch in Luft, Wasser, Böden und Lebewesen. Weltweit ist die Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen und von Abfällen der Hauptverursacher von Quecksilber-Emissionen. Weitere wesentliche Quellen sind die Metall- und die Zementproduktion, Abfalldeponierung und Krematorien sowie die Goldgewinnung. Der neue Report des Umweltbundesamtes gibt erstmals einen Überblick über österreichische Studien und Aktivitäten im Zusammenhang mit Quecksilber-Monitoring und bündelt Messdaten verschiedenster Umweltmedien. „Der Report schafft eine wichtige Grundlage für das im Minamata-Abkommen vorgesehene Quecksilber-Monitoring“, erklärt Maria Uhl, Schadstoff-Expertin im Umweltbundesamt. „Er fasst Daten aus Österreich zusammen und zeigt welche Quellen für das Monitoring zur Verfügung stehen.“

 

Die im Report zusammengeführten Daten stammen aus Emissionsabschätzungen im Rahmen der Konvention über weiträumige grenzüberschreitende Luftverschmutzung, aus Messungen in Deposition, Moosen, Fichtennadeln, Böden, Grundwasser, Oberflächengewässern, Sedimenten, Abwässern, Mischwasser, Niederschlagswasser aus Trennkanalisation und Straßenabwässern. Ergänzt werden diese Daten durch Ergebnisse aus Human-Biomonitoring-Untersuchungen, Messungen in menschlichem Probenmaterial wie Haar, Harn, Blut, Muttermilch sowie der Nahrung.