Buntstifte im Schadstoff-Test

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(Wien, 31. 7.2017) Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 20 Buntstifte-Sets testen lassen. Untersucht wurden Metalle, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), aromatische Amine und Weichmacher. Das Umweltbundesamt wurde um eine Einschätzung der Ergebnisse gebeten. Die ExpertInnen bewerteten 14 Produkte hinsichtlich ihres Schadstoffgehalts als „nicht zufriedenstellend“.

 

13 Buntstifte-Sets waren stark mit aromatischen Aminen belastet. Aromatische Amine können sich von Azofarbstoffen abspalten, die durch Mundkontakt aufgenommen werden können. Im Darm können diese Farbstoffe von Darmbakterien und Enzymen zu den krebserregenden aromatischen Aminen gespalten werden. Auch durch Schweiß und Reibung bei der Verwendung von Produkten können Azofarbstoffe auf die Haut gelangen und so vom Körper aufgenommen werden. Aromatische Amine können nicht nur für den Menschen, sondern auch für Organismen im Wasser ein Problem darstellen. Nach der Spielzeugnorm ÖNORM EN 71-9 dürfen bestimmte primäre aromatische Amine in festen Spielzeugmaterialien nicht in nachweislichen Konzentrationen über 5 mg/kg enthalten sein.

 

Eine Probe enthielt zwei als krebserregend eingestufte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Fünf Produkte waren mit Phthalaten belastet Diese werden als Kunststoffweichmacher eingesetzt. Einige dieser Verbindungen beeinträchtigen die menschliche Fortpflanzung und dürfen daher in Spielzeug, Kosmetika und Lebensmittelkontaktmaterialien ab bestimmten Konzentrationen nicht enthalten sein. Einige Phthalatverbindungen können im Körper hormonähnliche Wirkungen entfalten.