Mut zur Nachhaltigkeit
Wintersemester 2011/12: Ethik & Nachhaltigkeit
Die Menschheit kämpft mit vielfältigen globalen Herausforderungen, ob Klimawandel, Wirtschaftskrise oder Armut. Wie kann der Wandel in Richtung nachhaltige Entwicklung gelingen und welche Faktoren sind dafür ausschlaggebend? In der Reihe „Mut zur Nachhaltigkeit“ präsentieren ExpertInnen aus der Wissenschaft und VertreterInnen aus der Praxis Konzepte und Szenarien, diskutieren Handlungsoptionen und stellen sich den kritischen Fragen des Publikums. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.
Der Zyklus ging heuer bereits in sein drittes Jahr und wurde im Wintersemester 2011/12 unter dem Motto „Ethik und Nachhaltigkeit“ fortgesetzt. Moderiert wurden die Veranstaltungen auch heuer wieder von Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb von der Universität für Bodenkultur und DI Sepp Hackl, Abteilungsleiter für nachhaltige Entwicklung im Umweltbundesamt.
VeranstalterInnen der Reihe „Mut zur Nachhaltigkeit“ sind das Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit der BOKU, Lebensministerium und Risiko:dialog (Umweltbundesamt, Radio Ö1, BOKU, BMWFJ, Lebensministerium, Austrian Power Grid) in Zusammenarbeit mit der Oesterreichischen Nationalbank, der Kommunalkredit Public Consulting GmbH und mit freundlicher Unterstützung der Stiftung "Forum für Verantwortung", Deutschland.
12. Jänner 2012, 18-20 Uhr
Angela Kallhoff: Nachhaltigkeit und darüber hinaus: Perspektiven der ökologischen Ethik
Ort: OeNB, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien
Die Ethikexpertin Univ.-Prof. Dr. Angela Kallhoff von der Universität Wien hat in ihrem Vortrag das Konzept der „Nachhaltigkeit“ kritisch diskutiert. Ziel der Kritik war es, Neuerungen gegenüber dem ursprünglichen Konzept aufzuzeigen. Im Einzelnen widmete sich Dr. Kallhoff der Forderung nach dem Schutz des Lebendigen, der Forderungen nach Klimagerechtigkeit und den Ansätzen zu natürlichen Ressourcen als Kollektivgüter. Insgesamt stellte Dr. Kallhoff die Frage, wie man mit Mitteln der ökologischen Ethik den Nachhaltigkeitsdiskurs gezielt fortsetzen kann.
zur Präsentation
15. Dezember 2011, 18-20 Uhr
Martin Schenk: Wo setzen wir die Prioritäten? Nachhaltigkeit und die soziale Frage
Ort: OeNB, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien
In seinem Vortrag widmete sich der Sozialexperte Martin Schenk der aktuellen Frage der Nachhaltigkeit im sozialen Bereich.
Jugendarbeitslosigkeit verhindert Zukunft, Sterberisiko abhängig von sozialem Status ist keine gesunde Entwicklung, überforderte Angehörige und alleingelassene Pflegebedürftige bedeuten keine gute Pflege. Der Vortrag des Sozialexperten Martin Schenk, Stv. Direktor der Diakonie Österreich und Mitinitiator der österreichischen Armutskonferenz beleuchtete die zentralen Zukunftsfelder in diesem Themenkreis. Außerdem widmete sich Schenk dem Zusammenhang zwischen sozialem Ausgleich und Lebensqualität und stellte die Frage nach den Prioritäten für die nächsten Jahre.
Diskussionspartner am 15. Dezember war Rainer Abraham stellvertretender Leiter des Jugendzentrums Hirschstetten.
zum Vortrag
3. November 2011, 18-20 Uhr
Andreas Bachmann: Wie können wir mit Ressourcen nachhaltig umgehen - eine Diskussion aus ethischer Sicht
Ort: OeNB, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien
Der Philosoph Dr. phil. Andreas Bachmann, Geschäftsführer des Büros „Ethik im Diskurs“ in Zürich und Vorsitzender der Ethikstelle des Bundesamts für Umwelt in der Schweiz stellte das Konzept der Nachhaltigkeit aus ethischer Sicht vor und widmete sich dem Spannungsfeld zwischen den unterschiedlichen ethischen Auslegungen und der politischen Interpretation. Soll man an der Idee der Nachhaltigkeit in der heutigen Form noch festhalten?
Die Diskussionspartnerin von Andreas Bachmann war Karin Gastinger, Leiterin Sustainable Business Solutions bei PricewaterhouseCoopers Österreich.
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