Classification, Labelling and Packaging (CLP)

Internationales System zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen

CLP ist die Abkürzung von Classification, Labelling and Packaging. Die CLP-Verordnung regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen neu.

 

Die EU-Verordnung für die Kennzeichnung von Chemikalien basiert auf dem sogenannten Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals, kurz GHS. Dieses neue System stellt sicher, dass dieselben Gefahren weltweit auf dieselbe Weise gekennzeichnet werden. Durch die Verwendung international vereinbarter Einstufungskriterien und Kennzeichnungselemente sollen der Handel erleichtert und Mensch und Umwelt auf der ganzen Welt vor Gefahren, die von Chemikalien ausgehen können, geschützt werden.

Gefahrenpiktogramm für ätzende Wirkung

Geänderte Kriterien zur Beurteilung und Einteilung möglicher Gefahren, sowie neue Piktogramme und Bezeichnungen bedeuten für Unternehmen weitreichende Änderungen. Auch KonsumentInnen werden sich auf neue Symbole und Beschreibungen einstellen müssen, etwa bei Verpackungen von Wasch- und Putzmitteln. Längerfristig stehen aber die Vorteile der einheitlichen Gefahrenkommunikation im Vordergrund; das gilt sowohl für die Wirtschaft, als auch für ArbeitnehmerInnen und VerbraucherInnen.

 

Auf der Website des österreichischen REACH-Helpdesks werden die Verpflichtungen durch CLP ausführlich erläutert.

Was ist neu?

  • Für chemische Stoffe gibt es zum Teil geänderte Einstufungskriterien und neue Grenzwerte. Eine direkte Überführung aus dem bisher geltenden Einstufungssystem ist daher nur eingeschränkt möglich.
  • Neue Gefahrensymbole – etwa das Piktogramm für ätzende Wirkung werden verwendet, während einige bisher gebräuchliche (wie z.B. das Andreaskreuz) nicht mehr zum Einsatz kommen.
  • Die Gefahrenpotenziale von Zubereitungen – im neuen System als Gemische bezeichnet – müssen neu berechnet werden.

Eine gewisse Zeit lang waren beide Systeme (Einstufung gemäß Stoff-Richtlinie bzw. gemäß CLP) nebeneinander gültig. Für Stoffe endete die Übergangsfrist am 1. Dezember 2010, diejenige für Gemische am 1. Juni 2015.

Hintergrund

Die EU-Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen ergänzt die REACH-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Sie basiert auf den von der UNO am Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung in Johannesburg vereinbarten internationalen Kriterien des Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals (GHS).